Die IG Metall stellt sich klar gegen Pläne zur Schließung von Volkswagen-Werken. Gewerkschaftschefin Christiane Benner kündigte vor der wichtigen Aufsichtsratssitzung der VW AG erbitterten Widerstand an.
Sie betonte, dass Werke wie in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm nicht geschlossen werden dürfen. Benner kritisiert die Sparpläne des Vorstands, die neben dem Abbau von 50.000 Stellen auch eine Verdopplung der Umsatzrendite auf 8 bis 10 Prozent bis 2030 vorsehen.
Sie verweist auf eine Ende 2024 geschlossene Vereinbarung, die verbindlich sei und seitens der Beschäftigten durch Verzicht auf Entgeltsteigerungen mitgetragen werde. Besonders die Unsicherheit der Mitarbeiter sieht die IG Metall als problematisch, da Fehlinformationen zu weiteren großen Stellenabbaumaßnahmen die Stimmung und Moral beeinträchtigen.
Nach Angaben Benners sichert das Werk in Emden etwa 30.000 Arbeitsplätze und in Zwickau hängen rund 25 Prozent der ostdeutschen Jobs in der Autoindustrie von der Produktion ab. Am 4.
September steht im VW-Aufsichtsrat eine Entscheidung an, bei der gleich mehrere Sanierungskonzepte zur Debatte stehen. Dies könnte zu einem offenen Machtkampf zwischen Vorstand, Land Niedersachsen und Arbeitnehmervertretern führen, da normalerweise im Gremium einstimmig entschieden wird.
Im Falle einer Ablehnung der Vorlagen durch den Aufsichtsrat ist auch eine außerordentliche Hauptversammlung als nächster Schritt im Gespräch, bei der die Aktionäre das letzte Wort hätten. Ein Termin hierfür wird frühestens für Oktober oder November erwartet.
