Die Bundesregierung geht nach aktuellen Erkenntnissen davon aus, dass die Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle im August vermutlich von einem russischen Geheimdienst eingesetzt wurde. In der Nacht zum 5.
August wurde die Drohne mit rund 600 Gramm Sprengstoff in der Nähe einer ukrainischen Militär-Frachtmaschine entdeckt. Der Zünder versagte, sodass kein Schaden entstand.
Zudem wurde eine zweite Drohne mutmaßlich mit einer DHL-Maschine kollidiert. Zehn Tage später fanden Ermittler in Kabelsketal weitere Drohnen mit Sprengstoff und eine technische Vorrichtung in Kursdorf, die zur Steuerung der Drohnen gedient haben könnte.
Die Ermittlungen deuten ebenso auf Verbindungen zu ähnlichen Vorfällen in Rumänien und weiteren europäischen Ländern hin. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul werden die neuen Erkenntnisse zeitnah vorstellen.
Mit europäischen Partnern werden mögliche Reaktionen erörtert, darunter diplomatische Maßnahmen wie die Ausweisung von russischen Botschaftsmitarbeitern oder weitere Sanktionen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits angekündigt, hybriden Angriffen einen Preis aufzuerlegen.
Die Untersuchungen finden sowohl national als auch international statt und laufen weiterhin.
