Harald Martenstein kritisiert, dass Personen, die in Deutschland per Haftbefehl gesucht werden, weiterhin Bürgergeld vom Sozialministerium erhalten. Er verweist darauf, dass aktuell etwa 148.000 Menschen mit Haftbefehl gesucht werden, was die Kapazitäten der Justizvollzugsanstalten übersteige.

Martenstein fordert, dass Sozialhilfen nur an Bedürftige ohne hohen Verdienst ausgezahlt werden sollten und kein Bürgergeld an Straftäter mit Haftbefehl fließen darf. Er bringt zugleich Beispiele wie den Fall eines in Düsseldorf gesuchten Mannes, dessen Firma angeblich in großem Stil Tabaksteuer hinterzogen hat.

Der Autor plädiert zudem ironisch dafür, dass Gesuchte durch Arbeit ihre Anspruchsberechtigung nachweisen sollten, und schlägt vor, dass Haftbefehlsempfänger automatisch einen deutschen Pass erhalten könnten, um ihre Verbundenheit zum Land zu unterstreichen. Die Kritik richtet sich insbesondere an das zuständige Ministerium und dessen aktuelle Zuständigkeiten.