Jan „Mochi“ Gorkow, Frontmann der Band Feine Sahne Fischfilet, hat bei der Sendung "Hart aber fair" kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine deutliche Kritik an der anhaltenden Negativwahrnehmung des Ostens geäußert. Er bezeichnete das ständige Jammern über die Situation im Osten als „unerträglich“ und wies darauf hin, dass Deutschland insgesamt ein „Paradies“ sei, unabhängig von der Herkunft.
Der Musiker hob die zahlreichen engagierten Menschen im Osten hervor, darunter seine Eltern, die nach der Wende erfolgreich eigene Betriebe führten. Er widersprach dem Bild vom „Hinterwäldler-Osten“ und lobte die vielen „Macher“ und demokratisch aktiven Bürger in seinem Umfeld.
Gorkow zeigte sich auch realistisch hinsichtlich der Ängste vieler Menschen, die erstmals etwas vererben konnten und befürchten, ihr Erbe zu verlieren. Besonders auf sein Bundesland Mecklenburg-Vorpommern bezogen, sprach Gorkow von einer stark alternden Gesellschaft, was Ängste verstärke.
Dennoch lehnte er es ab, sich ständig auf das Ost-West-Gefälle zu fokussieren. Kritisch äußerte er sich zudem zu den hohen AfD-Werten in seiner Heimatstadt Jarmen, betonte aber das Engagement vieler Bürger in lokalen Gemeinschaften, die sich aktiv einbringen.
Abschließend betonte er, dass er kein Politiker sein wolle, zeigte sich aber besorgt über das Abschneiden der AfD in vielen Gemeinden seines Bundeslandes. Er warnte davor, nach der Wahl den Herausforderungen auszuweichen, und rief dazu auf, die positiven Entwicklungen selbst zu gestalten.
