Ihr fehlten nur 300 Stimmen: Ex-Ministerin Giffey fliegt aus Abgeordnetenhaus Schockstarre: Franziska Giffey (48, SPD), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe von Berlin, kurz nach der Prognose zur Abgeordnetenhauswahl am Sonntagabend in Berlin Berlin – Bitterer Wahlabend für Franziska Giffey (48)! Die frühere Regierende Bürgermeisterin und Ex-Familienministerin wird dem neuen Berliner Abgeordnetenhaus nicht mehr angehören.

In ihrem Wahlkreis Rudow verpasste die prominente SPD-Politikerin ihr Direktmandat denkbar knapp. Giffey kam nach Angaben der Landeswahlleitung auf 26,3 Prozent.

CDU-Kandidat Olaf Schenk (52) holte 27,7 Prozent. Am Ende fehlten Giffey gut 300 Stimmen.

Besonders bitter: Über die Bezirksliste kann sie sich diesmal nicht ins Parlament retten. Bei deren Aufstellung war Giffey von der SPD nicht berücksichtigt worden.

Das Direktmandat war damit ihre einzige Chance. Im Wahlkampf hatte sie auf großen Plakaten ausdrücklich um die Erststimme geworben.

Vergeblich. Mögliches Ende von Giffeys politischer Karriere

Damit steht auch Giffeys politische Zukunft plötzlich infrage.

Zwar könnte die amtierende Wirtschaftssenatorin theoretisch auch ohne Abgeordnetenmandat an Koalitionsverhandlungen teilnehmen oder erneut Senatorin werden. Ob es dazu kommt, ist jedoch offen.

Auch ein Ende ihrer politischen Karriere ist möglich. Für Giffey ist die Niederlage ein weiterer Einschnitt in einer steilen politischen Karriere.

Von 2018 an war sie Bundesfamilienministerin, trat im Mai 2021 im Zuge der Plagiatsaffäre um ihre Dissertation zurück und verlor wenig später ihren Doktortitel. Doch Giffey startete in Berlin neu durch.

2021 führte sie die SPD als Spitzenkandidatin zum Wahlsieg und wurde Regierende Bürgermeisterin. Nach der Wiederholungswahl 2023 sorgte sie mit dafür, dass die SPD den Koalitionspartner wechselte: Statt Rot-Grün-Rot regierte die SPD fortan mit der CDU.

Giffey wurde Wirtschaftssenatorin und Vize-Regierungschefin. Jetzt ist vorerst Schluss im Parlament.

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