US-Präsident mischt sich in Nordirland-Konflikt ein: Donald Trump fordert Wiedervereinigung Irlands US-Präsident Donald Trump (80) trifft in der Deerfield Residence in Dublin ein, um vor den Mitarbeitern der US-Botschaft eine Ansprache zu halten Dublin/London – Das hat Sprengkraft! US-Präsident Donald Trump (80) mischt sich in einen der sensibelsten politischen Konflikte Europas ein – und sorgt damit für heftige Reaktionen in London und Belfast.
Bei einem Treffen mit dem irischen Ministerpräsidenten Micheal Martin (66) in Dublin sprach sich Trump überraschend für eine Wiedervereinigung Nordirlands mit der Republik Irland aus. „Es wird letztlich dazu kommen“, sagte der US-Präsident vor Journalisten.
Trump betonte zwar, er wolle „keine Probleme verursachen“, würde eine Vereinigung aber „sehr begrüßen“. Großbritannien werde bei der Frage zwar „ein Wörtchen mitzureden haben“, dennoch halte er eine Wiedervereinigung für „eine großartige Sache“.
Der irische Ministerpräsidenten Micheal Martin (66, r.) mit seiner Frau Mary
London reagiert prompt! Die britische Regierung wies Trumps Vorstoß umgehend zurück.
Die Haltung von Premierminister Andy Burnham (56) bleibe unverändert: Ein Referendum über eine Abspaltung Nordirlands vom Vereinigten Königreich stehe nicht zur Debatte. Auch Nordirlands größte pro-britische Unionistenpartei DUP geht auf Konfrontationskurs.
DUP-Chef Gavin Robinson (41) schrieb auf X, eine Wiedervereinigung würde zur „Zerstörung unseres Landes“ führen. Die Zukunft Nordirlands werde von den Menschen dort entschieden – und nicht durch Kommentare aus London, Dublin oder Washington.
Dabei ist die Frage hochsensibel: Das Karfreitagsabkommen von 1998 beendete den jahrzehntelangen gewaltsamen Konflikt zwischen katholischen Nationalisten, die eine Vereinigung mit Irland anstrebten, und protestantischen Unionisten. Ein Referendum über die verfassungsmäßige Zukunft Nordirlands kann dem Abkommen zufolge ausschließlich von der britischen Regierung angesetzt werden.
Trump bricht damit auch mit einer jahrzehntelangen US-Tradition. Frühere US-Präsidenten hatten sich in der Irland-Frage weitgehend neutral verhalten.
Die USA spielten eine wichtige Vermittlerrolle beim Friedensabkommen. Und Trump legte in Dublin noch nach.
Mit Blick auf die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und Irland sagte er über die Ansiedlung von Pharma- und Technologiekonzernen: „Ihr habt uns ausgenommen, aber das ist okay“. Das Verhältnis zu Irland sei „fantastisch“.
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