Die AfD ist bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich stärkste Kraft geworden, liegt nach Hochrechnungen bei etwa 44 Prozent der Stimmen, während die CDU auf knapp 18 Prozent fällt. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) hat einen klaren Wahlsieg errungen, hält jedoch ein klares Regierungsmandat derzeit offen.

Er kündigte an, nur bei einer stabilen absoluten Mehrheit die Regierung anzustreben. Sollte eine knappe Mehrheitslage entstehen, sehe er auch die Möglichkeit von Neuwahlen.

Siegmund begründet dies mit dem Bedarf an verlässlichen Mehrheiten, da einzelne gesundheitliche Ausfälle von Abgeordneten den Landtag handlungsunfähig machen könnten. Die Entscheidung, ob er das Amt des Ministerpräsidenten anstrebt, soll am Montag fallen.

Im Landtag könnte außerdem die rechtsextreme Partei BSW erstmals einziehen. Ob die AfD tatsächlich die Regierung übernimmt, bleibt vorerst ungewiss, da Siegmund Koalitionen ablehnt und die Positionen der AfD nicht für eine Zusammenarbeit aufgeben will.