Riesen-Veränderung zum Vorjahr: Womit Fortuna vor allem die Bosse glücklich macht Es ist vier Monate her, da hat eine Mannschaft einen ganzen Verein im Stich gelassen. 67 Fortuna-Mitarbeiter verloren ihren Job, während diejenigen, die den Abstieg zu verantworten hatten, einfach zu anderen Klubs weitergezogen sind.
Ein Glück, dass diese Zeit vorbei zu scheinen. Fortuna Düsseldorf spielt nach wie vor keinen überzeugenden Fußball, auch wenn die Kurve auch da nach oben zeigt.
Das mit Abstand Wichtigste ist aber, dass die Mannschaft von Alexander Ende (46) genau das zeigt, was bei der Zusammenstellung die höchste Priorität hatte: Charakter und Mentalität! Erst hatte es gegen Duisburg einen Sieg nach Rückstand gegeben, jetzt machte die Ende-Truppe in Regensburg erneut in der 3. Liga aus einem 0:1 einen 2:1-Erfolg.
Und das alles in einer Zeit, in der das gesamte Konstrukt total wackelig ist und nach wie vor im Umfeld ein großer Hang da ist, ganz schnell ins Negative zu verfallen. Das Vertrauen in Fortuna ist noch nicht zurück – das ist verständlich.
Nur haben die Spieler, die jetzt da sind, daran keine Schuld. Ihr Start war schlecht, aber sie haben gerade in den letzten beiden Partien gezeigt, dass ihr charakterlich überhaupt keine Vorwürfe zu machen sind.
Samir Arabi (47) war es am wichtigsten, mit Dominique Heintz (33), Matthias Zimmermann (34), Jorrit Hendrix (31) und Fabian Schleusener (34) echte Leader zu holen, die für einen anderen Geist in der Kabine sorgen. Der ist ganz sicher da, diese Mannschaft funktioniert, obwohl es Themen wie den unerfüllten Wechselwunsch von Steven van der Sloot (24) geben könnte.
Ende ist gefragt, für besseren Fußball zu sorgen
Vor der Regensburg-Partie war bereits der Tenor bei den Bossen, dass diese Mannschaft alles schaffen kann, wenn sie mit einer guten Ausgangsposition in die XXL-Länderspielpause geht. Weil so viel Mentalität in ihr steckt und sie viele Einzelspieler hat, die den nötigen Spirit sowie die Klasse haben.
Nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen ist das Team schon so gut wie sicher in einer Position, aus der Lage Fortuna nach dem Break auf jeden Fall angreifen kann. Wobei das Ziel natürlich ist, die Situation mit einem Erfolgserlebnis am Samstag in Aachen (14 Uhr/MagentaSport) noch weiter zu verbessern.
Alexander Ende (46) hat mit der Mannschaft weiterhin viel Arbeit vor sich
Dass das Team fußballerisch nach wie vor ganz viel Luft nach oben hat, ist offensichtlich. Das ist die Ende-Aufgabe für die nächsten Wochen, weil noch zu wenig davon zu sehen ist, dass auf dem Platz alles besser werde, wenn er nur etwas Zeit bekommt.
Rein menschlich macht es die Mannschaft ihrem Trainer leicht, was so viel wert ist, nachdem in der letzten Saison ein Team auf dem Platz war, das untrainierbar war. Wenn Ende und seine Spieler jetzt auch noch am Ball mehr zeigen, ist von den vielen Zweiflern bald nichts mehr hören.
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