„Bringt uns doppelt um“: Eltern von totem Ski-Ass erheben schwere Vorwürfe Der Italiener Matteo Franzoso starb mit nur 25 Jahren bei einem schweren Trainingssturz Im September 2025 starb der italienische Ski-Rennfahrer Matteo Franzoso nach einem schweren Trainingssturz in Chile mit nur 25 Jahren. Ein Jahr nach dem schrecklichen Unfall erheben seine Eltern schwere Vorwürfe gegen den Ski-Weltcup und den italienischen Verband.

Im Interview mit der Zeitung „La Repubblica“ beklagen sie, dass keine Konsequenzen aus dem Sturz gezogen wurden. Ihr Sohn sei vergessen worden.

Marcello und Olga Franzoso: „Das Schweigen der Ski-Welt, in der Matteo aufgewachsen ist, bringt uns doppelt um. Der Verband hat uns im Stich gelassen.

In zwölf Monaten haben sie uns weder geschrieben noch einbezogen. Das ist unglaublich.“

Matteo Franzoso war am 13. September des vergangenen Jahres im Training in La Parva gestürzt, durch ein Sicherheitsnetz gekracht und gegen einen Zaun geprallt.

Dabei erlitt er schwerste Kopfverletzungen. Franzoso wurde nach dem Unglück noch im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt, doch er hatte keine Chance – nur einen Tag vor seinem 26. Geburtstag erlag er seinen Verletzungen.

In der vergangenen Saison wurde bei mehreren Gelegenheiten, etwa bei den Olympischen Spielen, an Franzoso erinnert. Eltern fühlen sich im Stich gelassen

Doch die Eltern fühlen sich nicht unterstützt.

„Die Erinnerung an Matteo – in jener Welt, für die er alles gegeben und investiert hat – ist im völligen Schweigen aller untergegangen.“ In diesem Spätsommer sind erneut etliche Ski-Teams zum Training in Chile. „Sein Tod wird zu nichts führen.“ Die Eltern kritisieren: „In einem Jahr ist alles stehen geblieben, es wurde kein einziger Schritt unternommen, um die Verantwortung für das Geschehene zu klären.“

Auch von Franzosos Kollegen sind sie enttäuscht.

„Glauben Sie, dass die Athleten etwas gesagt haben? Einer von ihnen ist auf der Piste, auf der sie alle trainieren, gestorben, und sie finden nicht die Kraft, sich zusammenzutun und mehr Aufmerksamkeit für Sicherheit zu fordern.“

Sie betonen: „Die Nationalmannschaft ist dieser Tage wieder dort in Chile.

Die Absperrung, die Matteo getroffen hat, gibt es nicht mehr, aber die Athleten fahren immer schneller, die Sicherheitsvorkehrungen sind nicht ausreichend.“ Damit meinen sie, dass die Abfahrt trotz des Unfalls ihres Sohnes nicht sicherer geworden sei. Allerdings hatte der Weltverband Fis schon kurz nach dem Tod des Italieners verkündet, die Sicherheitsmaßnahmen rund um Trainingsevents – vor allem in der gefährlichen Abfahrt – zu verstärken.

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