Im Topspiel gegen Dortmund: Neue Chance für Stuttgarts Karazor? Auch ohne Kapitänsbinde ein Anführer – selbst auf der Bank: VfB-Sechser Atakan Karazor (29/stehend) Stuttgart – Stuttgarts Ex-Kapitän Atakan Karazor (29) könnte beim Topspiel gegen Borussia Dortmund am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) zurück in die Startelf rutschen.
Weil Schlüsselspieler Angelo Stiller (25/Knieprellung) wackelt. Vor allem aber, weil die defensiven Qualitäten Karazors gefordert sind.
Wird er vom Bankdrücker zum Lückenfüller? Die Abwehr des VfB zeigte sich in dieser Saison noch nicht wirklich sattelfest.
Gerade in Umschaltsituationen war die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß (44) wiederholt anfällig. Wie in Hoffenheim (1:2) vergangene Woche, als man beide Gegentore nach hohen Ballverlusten kassierte.
Der VfB schaltete jeweils nicht konsequent genug um, ließ das Zentrum zu offen und sicherte die Tiefe nicht ab. Obwohl der VfB schon vor dem Spiel bei der TSG vor dem eigenen Umschaltverhalten warnte, konnten die Schwächen nicht komplett behoben werden.
Spielt Stabilisator Karazor gegen seinen Ex-Klub Dortmund? Gegen den BVB muss sich der VfB stark verbessern.
Dabei könnte auch Karazor eine wichtige Rolle einnehmen. Der Sechser verstand es in den letzten Jahren gut, Stuttgarts Spiel zu stabilisieren, überzeugte stets als Absicherer.
So schaffte er die nötige Freiheit für Dreh- und Angelpunkt Stiller. In dieser Saison kam Karazor auf noch keine einzige Minute Einsatzzeit.
Hoeneß vertraute dagegen der Doppelsechs aus Stiller und Neuzugang Grischa Prömel (31). Letzterer interpretiert seine Rolle deutlich offensiver als Karazor und bringt mehr Zug zum Tor mit.
Gegen den Ball ist der VfB so aber auch etwas anfälliger. Wird Stiller nach seiner Verletzung rechtzeitig fit, könnte Karazor neben ihm starten – oder auch neben Prömel.
Vergangenen Samstag erhielt allerdings Talent Yanik Spalt (19) nach der Stiller-Verletzung den Vorzug vor dem Ex-Kapitän. In den vergangenen Jahren führte Karazor den VfB als Kapitän zurück zu einem der besten Klubs Deutschlands
Wie gut Karazor der Mannschaft tun kann, zeigte er diese Woche im Training.
Bei der Einheit am Dienstag lag der Fokus des Trainerteams auf Umschalten, Tiefensicherung und dem Schließen des Zentrums. Als Sechser vor der Abwehr dirigierte der Ex-Kapitän dabei lautstark wie kein anderer Spieler, schob seine Mitspieler nach links und rechts und wurde bei schlechter Umsetzung auch mal deutlich.
Jetzt muss Hoeneß entscheiden, ob Karazor gegen seinen Ex-Klub aus Dortmund erstmals in dieser Saison ran darf. Haben Sie Fehler entdeckt?
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