„Wurde nicht wertgeschätzt“: Werner-Abrechnung mit Leipzig Timo Werner (l.) hat für die San Jose Earthquakes in der MLS bislang sechs Tore in 13 Spiele erzielt Wenn am Donnerstag um 10 Uhr Bundestrainer Jürgen Klopp seinen ersten DFB-Kader bekannt gibt, liegt Timo Werner (30) im Tiefschlaf im Bett. Zum einen, weil er keine Einladung erhalten hat.
Zum anderen, weil es in Kalifornien dann mitten in der Nacht ist. Vergangenen Winter zog Werner ablösefrei von RB Leipzig zu den San Jose Earthquakes.
Und spricht jetzt erstmals ausführlich über die Hintergründe und Ex-Klub Leipzig. „Ich wollte einfach mal etwas anderes machen“, erklärte Werner seinen Schritt in die Major League Soccer (MLS) im Interview mit Transfermarkt.de.
„Wenn man genau darüber nachdenkt, war es eigentlich nur ein Hin und Her zwischen London und Leipzig. Ich hätte auch bei einem anderen Verein in England unterschreiben können, zudem gab es Optionen in der Bundesliga.
Beide Ligen machen Spaß, aber es war einfach Zeit für etwas Neues. Auch wenn ich erst 30 bin, hatte ich das Gefühl, dass ein neues Kapitel in meinem Leben beginnen sollte.“
In der MLS mit Lewandowski und Griezmann
Der ehemalige DFB-Stürmer betonte, dass auch das attraktive Gesamtpaket, das ihm der Verein bot und das letztlich den Ausschlag gegenüber anderen Interessenten gab.
Und, dass zunehmend mehr Stars nach Amerika gehen. Wie zuletzt Antoine Griezmann oder Robert Lewandowski.
Werner: „Das hat auch mich motiviert und dazu geführt, dass ich andere Angebote ignoriert habe.“
Im Sommer 2022 holte RB Leipzig Timo Werner für 20 Millionen Euro zurück. Über das Comeback in Sachsen sagt er: „Es war anders als bei meinem ersten Engagement, als sich das Spiel um mich drehte.
Trotzdem lief es ziemlich gut, bis zu dieser Verletzung vor der Weltmeisterschaft, die mich das Turnier gekostet hat. Es war meine erste größere Operation.
Dann passierten noch ein paar andere Dinge im Alltag und im Fußball, die mir das Gefühl gaben, nicht wertgeschätzt zu werden.“
Fehlender Austausch mit Trainer Rose
Werner hatte sich später unter anderem über den fehlenden Austausch mit dem damaligen Trainer Marco Rose (50/jetzt AFC Bournemouth) beklagt. Rose widersprach allerdings.
Werner sagt jetzt: „Es gibt Momente, in denen es gut läuft, und dann Zeiten, in denen es nicht so gut läuft.“
Auch deshalb flüchtete der Stürmer nach nur anderthalb Jahren zu Tottenham. Nach der halbjährigen Leihe kehrte er zum dritten Mal nach Leipzig zurück.
Allerdings kam er nur auf drei Mini-Einsätze in der Bundesliga – und verabschiedete sich deshalb vergangenen Winter in die MLS. Haben Sie Fehler entdeckt?
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