Geld-Gigant macht ernst: Milliarden-Jagd auf NFL-Teams Die Kansas City Chiefs um Superstar Patrick Mahomes sind für Investoren ganz besonders interessant Die NFL boomt wie nie zuvor. Immer mehr Investoren wollen sich ein Stück vom lukrativsten Sportgeschäft der Welt sichern.

Jetzt macht der nächste Finanz-Gigant ernst: Apollo Sports Capital, das bereits bei den New York Yankees, dem spanischen Top-Klub Atlético Madrid und dem walisischen Kultverein Wrexham eingestiegen ist, hat offenes Interesse an Investments in NFL-Teams bekundet. Apollo-Manager Sam Porter machte bei einer Branchenveranstaltung von „Front Office Sports“ in New York deutlich, wie attraktiv die NFL für Investoren geworden ist.

Die Liga verfüge über eine riesige Fangemeinde, sei fest in der US-Gesellschaft verankert und wachse international stärker denn je. „Die Zahlen der NFL sind schlicht überwältigend“, sagte Porter.

Deshalb müsse man prüfen, wie ein Einstieg aussehen könne. Denkbar seien Partnerschaften mit einzelnen Franchises oder andere Formen einer Beteiligung.

Dass Apollo über die nötige Finanzkraft verfügt, zeigte das Unternehmen erst vor wenigen Wochen. Mit den New York Yankees wurde ein milliardenschweres Finanzpaket über rund 2,6 Milliarden Dollar abgeschlossen.

Das Geld soll unter anderem genutzt werden, um finanzielle Spielräume zu schaffen und weiteres Wachstum zu ermöglichen. Auch im Fußball ist Apollo längst aktiv.

Das Unternehmen hält Beteiligungen am spanischen Spitzenklub Atlético Madrid sowie am walisischen Kultverein Wrexham, der durch die Hollywood-Stars Ryan Reynolds und Rob McElhenney weltweit bekannt wurde. Für die NFL wäre ein möglicher Einstieg von Apollo der nächste Schritt einer Entwicklung, die vor zwei Jahren begann.

Damals erlaubte die Liga erstmals ausgewählten Private-Equity-Firmen, Minderheitsanteile an Teams zu erwerben. Seitdem fließt immer mehr institutionelles Kapital in die wertvollste Sportliga der Welt.

Der Grund liegt auf der Hand: NFL-Teams werden immer teurer. Erst kürzlich wechselten die Seattle Seahawks für eine Rekordsumme von 9,612 Milliarden Dollar den Besitzer.

Inzwischen haben selbst Milliardäre Schwierigkeiten, solche Deals allein zu stemmen. Finanzinvestoren werden deshalb immer wichtiger, wenn es um den Kauf oder die Finanzierung von Franchises geht.

Apollo gehört derzeit zwar noch nicht zum Kreis der offiziell zugelassenen NFL‑Investoren. Die Ambitionen sind allerdings offensichtlich.

Denn für Finanzfirmen werden NFL-Teams immer attraktiver. Die Franchise-Werte steigen seit Jahren, die TV-Verträge erreichen Rekordhöhen und die internationale Expansion sorgt für zusätzliche Wachstumschancen.

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