Dresden peilt DEL-Rückkehr an: Mit Rekord-Etat zum Wiederaufstieg Alec Alroth (re.) und die Dresdner Eislöwen wollen in der jetzt beginnenden Saison Meister werden Die Abstiegstränen sind getrocknet, die Mähne wieder gerichtet! Am Freitag will Absteiger Dresdner Eislöwen beim DEL2-Eröffnungskracher gegen die Kassel Huskies (19.30 Uhr) die Erstliga-Rückkehr angehen.
Dafür hat der Ostklub einen eigenen Rekord-Etat in der 2. Liga aufgestellt. Finanz-Boss Maik Walsdorf (38): „Wir werden uns beim Gesamtbudget zwischen 7 und 7,5 Millionen Euro bewegen.
Im Sponsorenkreis hat niemand die Segel gestrichen. Das ist sehr beachtlich und zeigt, was das DEL-Jahr mit dem Standort gemacht hat.“ Denn 2025 gewannen die Sachsen mit 5,5 Mio.
Euro die DEL2-Meisterschaft. Eine Lücke zur Erstliga-Spielzeit gibt's dennoch: Dort lag der Etat bei 9,5 Mio.
Euro. In der Zweitklassigkeit konnte Dresden jedenfalls noch nie so viel Geld in ein Team stecken.
Maik Walsdorf ist Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen
Auch wenn die Düsseldorfer EG zum Beispiel über 10 Mio. Euro verfügen sollen, sorgt das bei den Eislöwen für eine andere Erwartungshaltung.
„Wir nutzen nicht das Wort Druck, sondern Verpflichtung. Wir machen uns den Druck ja selbst, sehen uns dem Ziel verpflichtet“, erklärt Walsdorf.
Die wirtschaftlichen Mittel sollen nicht nur direkt in die Profis fließen, sondern vor allem auch in ein breiteres Trainer-Team, mehr Manpower in der Geschäftsstelle und frühere Anreisen zu Auswärtsspielen, sprich Übernachtungen. So soll der Klub nach einem erneuten Aufstieg konkurrenzfähiger sein.
Dresden kann jetzt noch Stars nachverpflichten
Ins Team kann trotzdem weiter reingebuttert werden. Denn mit Dane Fox (32) und Tylor Spink (33) wurden kurz vorm Saisonstart zwei kanadische Stürmer rechtzeitig eingebürgert.
Damit sind nur drei Ausländer-Stellen besetzt, sechs sind möglich, vier dürfen pro Partie eingesetzt werden. Tylor Spink (li.) und Dane Fox (2.v.li.) erhalten ihre Einbürgerungsurkunde von Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka
„Wir haben jetzt nochmal eine höhere Flexibilität und sind im Kader handlungsfähiger“, meint Sportdirektor Jens Baxmann (41).
Er ergänzt: „Wir müssen aber nicht heute oder morgen einen Spieler kaufen, sondern werden erstmal denen das Vertrauen aussprechen, die da sind. Insofern werden wir in Ruhe schauen, in welchen Mannschaftsteilen oder auf welchen Positionen wir uns noch verbessern müssen.“
Interessant: Während Tylor Spink den deutschen Pass nun hat, ist das bei seinem Zwillingsbruder Tyson Spink (33) noch nicht der Fall.
Baxmann: „Beide sind als Typen doch etwas unterschiedlich. Tylor hatte mehr Eigenmotivation, aber Tyson hat die Idee genauso.
Er wird das vielleicht in dieser Saison angehen und wir ihn dabei gern unterstützen.“
Derweil ist Fox neuer Eislöwen-Kapitän, seine Stellvertreter sind Tomas Andres und Drew LeBlanc. Am Ende der Spielzeit wollen sie den Fans den DEL2-Pokal präsentieren.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren?
Dann schreiben Sie uns gerne!

