30:31 gegen Bundesligist Hamburg: Dresden kurz vor neuer Pokal-Sensation Der HC Elbflorenz um Ivar Stavast (Mitte) spielte vor allem in der ersten Halbzeit stark auf Das war echter Abnutzungskampf! Bundesligist HC Hamburg schrammt in der 2. Runde des DHB-Pokals knapp an einer Blamage vorbei, gewinnt am Ende mit Dusel 31:30 bei Zweitligist HC Elbflorenz Dresden.

Fast genau ein Jahr, nachdem die Dresdner bei der gleichen Ansetzung die Sensation schafften (47:46 nach Verlängerung), sah es vor 1666 Zuschauern lange Zeit nach einer Wiederholung des Pokal-Coups aus. Der Zweitligist aus Sachsen war sofort gut drin im Spiel, setzte den Hamburgern ordentlich zu.

Elbflorenz ohne Respekt vor dem Bundesligisten, schoss bis zur Pause eine Vier-Tore-Führung raus (18:14). Und brachte dabei mit sehenswerten Treffern wie dem Kempa-Trick von Jonas Thümmler nach überragendem Zuspiel von Keeper Marino Mallwitz die Halle zum Kochen.

Nach dem Seitenwechsel baute der HCE die Führung sogar auf fünf Tore aus, doch in den letzten 15 Minuten schaltete der Bundesligist auch ohne seine verletzten Nationalspieler Moritz Sauter (Kreuzbandriss) und Nicolaj Jörgensen mit den letzten Kraftreserven nochmal einen Gang höher. Der extremen Belastung (beide Teams waren keine 48 Stunden zuvor noch in der Liga gefragt) musste Dresden am Ende mehr Tribut zollen.

Allerdings wurde die Aufholjagd der Hamburger in der Schlussphase auch durch etwas fragwürdige Entscheidungen des bis dahin souveränen Schiri-Duos Lucas Hellbusch/Daniel Jansen begünstigt. „Schieber“-Rufe hallten durch die Arena, HCE-Coach André Haber war nach dem Schlusspfiff sichtlich aufgebracht.

In der zweiten Halbzeit ging Dresden gegen Hamburg etwas die Puste aus

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Dresdens Louis Bensch wenige Sekunden vor Schluss die Riesen-Chance auf den Ausgleich knapp verwarf. So gab´s für den HCE zwei Tage nach der bitteren 35:37-Pleite im Zweitliga-Derby gegen DHfK Leipzig den nächsten Dämpfer.

Kofler: „Sieg wichtig für die Moral“

„Heute wäre wieder was möglich gewesen“, ärgerte sich Dresdens Anton Preußner nach der Pokal-Schlacht. „In der zweiten Halbzeit werfen wir plus vier weg, haben den Ball einfach nicht mehr so gut laufen lassen.

Am Ende ist Hamburg dann zu abgezockt, dafür sind sie eben ein Erstligist.“

Erleichterung pur dagegen bei den Norddeutschen, die am Sonntag in Flensburg schon einen großen Fight lieferten (34:37). Elias Kofler: „Der Sieg war für die Moral extrem wichtig.

In der zweiten Hälfte sind wir stark zurückgekommen. Hier in Dresden zu spielen, ist nicht einfach.“

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