Klartext zum Liverpool-Star: Hamann über Wirtz: „Ein großes Missverständnis!“ München – Beim Schiri-Gipfel mit den TV-Experten war auch ein deutscher Nationalspieler in der Formkrise großes Thema: Florian Wirtz (23)! Der Offensiv-Star wurde gerade vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) für die Nations-League-Spiele nominiert, obwohl er beim FC Liverpool seit Monaten im Leistungstief steckt.
Seit seinem Wechsel für 125 Mio. Euro zündet der Ex-Leverkusener in der Premier League nicht wirklich.
Deswegen fällt Didi Hamann (53) nun ein hartes Urteil! Hamann über Wirtz: „Ein großes Missverständnis!“
Angesprochen darauf, auf wen der „Sky“-Experte am meisten gespannt ist beim ersten DFB-Lehrgang mit Klopp, sagte der Ex-Bayern-Star am Dienstagmittag im Edel-Restaurant Käfer am Rande eines Austauschs der Verantwortlichen der DFB Schiri GmbH mit TV-Experten und Journalisten: „Der Spieler, bei dem ich am meisten interessiert bin, ist Wirtz.
Da sind mittlerweile auch die Engländer schon drauf gekommen, dass das aussieht, als wäre es ein großes Missverständnis, was da passiert ist zwischen Liverpool und Wirtz.“
Mann der klaren Worte und offenen Kritik: „Sky“-Experte Didi Hamann (53)
Der DFB-Star (45 Länderspiele, 11 Tore) war im Juli 2025 für die Mega-Summe gewechselt. Jetzt sagt Hamann weiter: „Es wird interessant sein, wie er sich verkauft, denn wenn es in Liverpool so weitergeht, dann werden sie irgendwann die Reißleine ziehen.“ Wie kam es zum Missverständnis?
Der TV-Experte: „Da müssen wir die Beteiligten fragen. Ich kann ja nur das beurteilen, was ich sehe.
Und da sehe ich einen Spieler, der sehr viel Geld gekostet hat, letztes Jahr schlecht gespielt hat und dieses Jahr wieder schlecht gestartet ist.“
In der vergangenen Saison kam Wirtz in 49 Spielen auf nur 7 Tore und 10 Assists. In dieser Spielzeit blieb er in 6 Partien noch torlos (keine Vorlage).
Hamann: „Wenn du für so viel Geld gekauft wirst, wird natürlich gewollt, dass du im letzten Drittel des Spiels den Unterschied machst. Das macht er viel zu selten.“
Florian Wirtz (23) bei einem seiner bislang 55 Spiele für den FC Liverpool
Die Prognose des ehemaligen Liverpool-Spielers (1999 bis 2006) ist düster: „Ich weiß nicht, ob sich das ändern wird.
Er hat schon ein Jahr Zeit gehabt. Dass er zwei, drei Monate braucht, weil der Fußball ein anderer ist, kein Thema.
Aber er ist jetzt in der zweiten Saison. Es ist bis hierher noch nicht besser geworden und deswegen fehlt mir da die Fantasie, warum es jetzt nach 14 oder 15 Monaten besser werden sollte.
Und wie gesagt: In Liverpool werden jetzt die Stimmen lauter, dass sie eine Lösung finden müssen.“
Wird das Thema Bayern noch mal heiß? Im Sommer 2025 hatte sich Wirtz trotz aller Bemühungen der Bosse und von Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) gegen einen Wechsel zum FC Bayern entschieden.
Wird das Thema jetzt doch noch mal wieder heiß? Hamann hat eine Theorie: „Die Bayern wollten ihn ja schon mal haben.
Da könnte man es ja wieder versuchen, wenn sie das Geld haben und wenn sie noch wollen – dann, wer weiß.“
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (65/150 Länderspiele) sieht in einem Wechsel keinen Sinn für den deutschen Rekordmeister: „Bei Bayern wüsste ich zur Zeit nicht, wo er eingesetzt werden könnte. Ob er die Mannschaft verstärkt?
Da ist Luis Díaz links, Michael Olise rechts, Jamal Musiala in der Mitte, der ja auch wieder zu alter Stärke zurückkommt. Jetzt haben wir ja auch noch Serge Gnabry (nach fünf Monaten Muskel-Verletzung; Anm.
d. Red.) dabei.
Wir haben so tolle Spieler bei Bayern. Ich glaube, gerade in der Offensive braucht Bayern keinen Spieler.“
DFB-Legende Lothar Matthäus (65) am Dienstag auf dem Weg zum Schiri-Gipfel im Käfer-Restaurant in München
Matthäus: „Wirtz muss sich freischwimmen!“
Was sagt der Weltmeister von 1990 zur Wirtz-Krise?
„Er hat in den letzten 15 Monaten in Liverpool nicht so performt wie in Leverkusen zuvor. Das sieht jeder.
Wir wissen ja, was er kann“, sagt Matthäus im zweiten Stock des Feinkost-Tempels in der Münchner Prinzregentenstraße: „Er muss das Potenzial aber ausschöpfen. Er hat natürlich in Liverpool nicht mehr dieses Umfeld und die Mitspieler, die ihm jedem Ball zuspielen beziehungsweise ihn unterstützten, auch nach außen hin.
Da muss er sich jetzt freischwimmen. Und ich glaube, wenn er sich freischwimmt, dann wird er auch wieder diese Leistungen bringen und ein Unterschiedsspieler sein.“
Der Weltfußballer von 1991 rät Wirtz zum Verbleib in Liverpool: „Für ihn ist es auch eine Herausforderung, sich diesem Problem in England zu stellen und sich durchzubeißen – Stärke zu zeigen, Härte zu zeigen und es auch seinen Kritikern zu zeigen, dass er es nach wie vor kann.
Am besten fängt er bei den beiden Länderspielen in München gegen Serbien und in Thessaloniki gegen Griechenland an. Da kann er den deutschen Fans zeigen, dass er nach wie vor die Fähigkeiten hat, die wir von ihm so deutlich fordern.“
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