Im Viertelfinale: Bitteres EM-Aus für deutsche Volleyballer Erik Röhrs (25.l) und Anton Brehme (27.r.) Volleyballer scheiden bei EM gegen Titelverteidiger aus! Für die deutschen Volleyballer bleibt die europäische Elite vorerst außer Reichweite.
Die Mannschaft von Bundestrainer Massimo Botti (53) ist bei der Europameisterschaft am großen Favoriten Polen im Viertelfinale deutlich gescheitert. In der bulgarischen Hauptstadt Sofia unterlagen die Deutschen Titelverteidiger und Weltranglistenerster Polen glatt mit 0:3 (23:25, 17:25, 17:25).
Auch Erik Röhrs (25) konnte als bester deutscher Punktesammler die deutliche Niederlage nicht mehr verhindern. Kapitän Jan Zimmermann: „Der größte Unterschied war heute der Aufschlag.
Sie haben sehr konstant aufgeschlagen und machen wenig Fehler. Und wir schaffen es halt nicht, konstant aufzuschlagen.
Jedes Mal, wenn wir den Druck hochhalten, dann spielen wir mit ihnen mit.“
Gegen Vize-Weltmeister Bulgarien konnte das Team von Bundestrainer Massimo Botti trotz mehrerer schmerzhafter Ausfälle durch ein furioses Comeback doch noch den Viertelfinaleinzug klarmachen. Doch Viertelfinalgegner Polen war wie erwartet eine Nummer zu groß.
Bei 14 von 15 der letzten großen Turniere holten die Osteuropäer eine Medaille. Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) schaffte es zuletzt 2017 ins Halbfinale.
Kapitän Zimmermann fand trotzdem lobende Worte für sein Team: „Die Bilanz muss positiv sein. Wir sind sehr gut aus der Gruppe rausgekommen.“ Durch die Niederlage gegen Olympiasieger Frankreich (0:3) im letzten Gruppenspiel sei der Weg durch das Turnier dann aber sehr schwer geworden.
„Wir müssen positiv rausgehen, die Sachen mitnehmen, die wir gut gemacht haben und weiter dran arbeiten.“
Deutliche Niederlage für Deutschland
Trainer Botti setzte auf die gleiche Startaufstellung wie gegen Bulgarien. In Satz eins war das Spiel noch sehr ausgeglichen.
Das lag auch daran, dass das Team anders als in den Partien davor wacher war und deshalb den Start des Spiels nicht verschlief! Doch ein Netzfehler und ein Schlag ins Aus brachten beim 6:9 den ersten größeren Rückstand.
Die deutsche Mannschaft bewies dennoch Kampfgeist und gab sich nicht vorzeitig geschlagen. Eine Angriffsaktion von Tobias Brand (28) ließ das deutsche Team noch einmal auf 22:23 verkürzen, ehe ein Aufschlag von Erik Röhrs ins Aus den Satz beendete.
Im zweiten Durchgang waren die Polen deutlich überlegen. Die Deutschen erzwangen immer wieder lange Ballwechsel, ließen aber zu viele Chancen aus.
So ging das DVV-Team mit 12:20 in Rückstand. Zum Ende hin war es dann nochmal der starke Röhrs, welcher mit seinen wuchtigen Schlägen das deutsche Team nochmal ins Rennen brachte.
Aber anders als gegen Bulgarien war es diesmal nicht der Auftakt zur großen Aufholjagd. Wilfredo León (33) brachte dem Europameister das 18:16. Kleiner wurde der Abstand nicht mehr.
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