Wie peinlich!: Linken-Kandidatin kennt Rotes Rathaus nicht Bitterer Patzer im Berlin-Wahlkampf Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp (45) Berlin – Wahlkampf-Patzer bei der Linken: Spitzenkandidatin Elif Eralp (45) will Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden und ins Rote Rathaus einziehen. In ihrem neuen Wahlkampfspot scheint sie aber gar nicht zu wissen, wie das Rote Rathaus aussieht, denn sie zeigt ein ganz anderes Gebäude.

Berlin steht vor einem spannenden Wahl-Sonntag: CDU und Linke liefern sich laut neuer INSA-Umfrage für BILD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Parteien kommen auf 20 Prozent.

Dahinter liegen AfD (18 Prozent), Grüne (16 Prozent) und SPD (12 Prozent). Im Mittelpunkt des Wahlkampfs: CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers (46) und Linken-Kandidatin Elif Eralp.

Wer am Ende ins Rote Rathaus einziehen kann, dürfte auch von Grünen und SPD abhängen. Doch ausgerechnet Eralp leistet sich jetzt einen Rathaus-Fauxpas.

In einem aktuellen Instagram-Spot erklärt Eralp den Wählern, wie Erst- und Zweitstimme funktionieren. Sie macht dabei deutlich, wohin sie will: ins Rote Rathaus.

Als sie das Rote Rathaus zeigen will, wird ein ganz anderes Gebäude eingeblendet. Nur: Das ist gar nicht das Rote Rathaus!

Wer genauer hinsieht, erkennt den Fehler bereits an der markanten Spitze des Gebäudes. Statt des Berliner Regierungssitzes ist auf dem Bild das Rechtstädtische Rathaus in Danzig zu sehen.

DAS ist das Rote Rathaus, der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und der Senatskanzlei ... ...

und DAS ist das Rechtstädtische Rathaus in Danzig, in dem sich das Stadtmuseum befindet

Danzig statt Berlin! Das Rathaus liegt gut fünf Stunden Autofahrt vom Roten Rathaus in Berlin-Mitte entfernt.

Heute befindet sich darin das Danziger Stadtmuseum. Für eine Politikerin, die genau in das Berliner Rathaus einziehen möchte, ist das ein ziemlich bitterer Bildfehler.

Denn der Spot soll eigentlich Wahlkampf für Eralp machen – und den Berlinern erklären, wie sie ihr zu möglichst vielen Zweitstimmen verhelfen können. Für Eralp geht es laut der INSA-Umfrage tatsächlich um die Macht im Roten Rathaus.

Die Linke könnte stärkste Kraft links der Mitte werden – und wäre ebenso wie die CDU auf Koalitionspartner angewiesen. Umso kurioser wirkt es, wenn im eigenen Wahlkampfvideo plötzlich ein Rathaus aus Polen als Berliner Regierungssitz herhalten muss.

Mit allzu großem Spott sollte sich die CDU allerdings zurückhalten. Die Christdemokraten hatten selbst schon einmal ein Gebäude verwechselt – allerdings im Jahr 2023. Damals zeigte die Bundes-CDU in einem Werbefilm statt des Deutschen Reichstags den ehemaligen Präsidentenpalast von Georgien in Tiflis.

Die CDU korrigierte den Fehler anschließend und setzte ein Bild des „richtigen“ Reichstags in das Video. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel?

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