Der geplante Verkauf der Luxusimmobilie Hotel Adlon am Brandenburger Tor ist vorerst nicht zustande gekommen. Rund 86 Prozent der Anleger hatten zwar für den Verkauf gestimmt, was auf eine deutliche Mehrheit hinweist.
Aufgrund der unterschiedlichen Fondsanteile der Investoren erreichte die Zustimmung jedoch nur 71,04 Prozent des Fondskapitals – knapp unter der erforderlichen Grenze von 75 Prozent. Der Verkauf sollte es den mehr als 4000 überwiegend älteren Anlegern ermöglichen, ihre Beteiligungen zu veräußern.
Als Mindestverkaufspreis war eine Summe von 280 Millionen Euro vorgesehen, mit anschließendem internationalen Bieterverfahren. Ein konkreter Käufer liegt bislang nicht vor.
Das Hotel selbst wird weiterhin von Kempinski betrieben, es ging lediglich um den Verkauf der Immobilie. Einige Gesellschafter kritisierten den Verkaufspreis als zu niedrig und forderten zwischen 350 und 400 Millionen Euro.
Zudem gab es Einwände gegen die Vergütung von 20 Prozent des Mehrerlöses oberhalb von 310 Millionen Euro, die an den Unternehmer Anno August Jagdfeld gezahlt werden sollte, dessen Unternehmensgruppe den Fonds verwaltet. Trotz der fehlenden Mehrheit beabsichtigt Jagdfeld, den Verkauf weiterhin voranzutreiben und eine erneute Abstimmung anzustreben.
Für die Gäste und Mitarbeiter des Hotels ändert sich nach aktuellem Stand nichts.
