Eine Initiative von Juristen setzt sich für eine geschlechtergerechte Sprache ein und schlägt vor, Begriffe wie „Vater“ und „Mutter“ je nach Kontext durch „Elternteil“ zu ersetzen. In einem Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten wird außerdem empfohlen, andere Bezeichnungen zu überdenken: So soll „Analphabet“ durch „gering literalisierter Mensch“ ersetzt werden, und „Ausländer“ soll zugunsten von „Person mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit“ vermieden werden.

Auch der Begriff „Behinderter“ wird durch „Mensch mit Behinderung“ ersetzt, um die Person in den Vordergrund zu stellen. Darüber hinaus werden institutionelle und juristische Begriffe modifiziert, etwa „V-Mann“ zu „V-Person“, „Verfassungsgeber“ zu „verfassungsgebende Gewalt“ und „Täter“ zu „Täterschaft“.

Die „Ausländerbehörde“ soll demnach als „Welcome Center“ benannt werden. Laut den Verfassern handelt es sich um ein „lebendiges Glossar“, das ständig erweitert werden soll.

Kritiker sehen in der vorgeschlagenen sprachlichen Anpassung eine unnötige Verkomplizierung der deutschen Sprache und werfen solchen Vorschlägen vor, die Verständlichkeit zu beeinträchtigen.