Die rheinland-pfälzische Agrarministerin Christine Schneider sieht in zu günstigen Lebensmitteln ein Problem, da dadurch die Wertschätzung für die Erzeugung leidet. Diese Einschätzung wird von Max von Elverfeldt, Präsident der Familienbetriebe Land und Forst in Deutschland, geteilt.

Er betont, dass deutsche Bauern täglich hochwertige Lebensmittel produzieren, deren angemessener Wert anerkannt werden muss. Kritisch sieht Elverfeldt, dass nur ein kleiner Anteil des Lebensmittelpreises im Verkauf tatsächlich bei den Landwirten ankommt.

Beispielsweise erzielt ein Bauer bei Fleisch nur 20 Prozent des Verkaufserlöses, bei Milch 36 bis 39 Prozent und bei Brot lediglich etwa fünf Prozent. Am Beispiel eines 40-Cent-Brötchens entspricht das nur zwei Cent als Erlös für die Landwirtschaft, von denen noch die Produktionskosten abzuziehen sind.

Auch beim Getreidepreis zeigt sich, dass eine Verdopplung kaum merkliche Preisanpassungen im Handel bewirken würde. Elverfeldt fordert deshalb, Lebensmittel insgesamt höher zu bewerten und sicherzustellen, dass höhere Preise direkt den Erzeugern zugutekommen.