Die geplante Reise der US-Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff nach Kiew ist offenbar unsicher. Obwohl ein Besuch in der ukrainischen Hauptstadt für den 5.
und 6. September vorgesehen war, wächst bei den Vertretern der Trump-Regierung die Sorge wegen der anhaltenden russischen Drohnenangriffe.
Wie eine mit den Plänen vertraute Quelle dem Kyiv Independent berichtete, hat Witkoff Bedenken und berücksichtigt dabei die Stimmung in Moskau. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow wird Washington darum bitten, die Angriffe während des Aufenthalts zu pausieren, eine Zusage aus Russland für die Sicherheit wurde allerdings nicht gegeben.
Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich dennoch bereit, die US-Gesandten zu empfangen. Schon im Januar hatte die Delegation um Kushner und Witkoff den ukrainischen Präsidenten getroffen.
Die Angst vor Angriffen ist berechtigt: In Browary, östlich von Kiew, verursachte ein russischer Drohnenangriff am Freitagmorgen schweren Schaden an einem Industriegebiet. Die Ukraine meldete in der Nacht zum Freitag über 120 Drohnenangriffe im ganzen Land.
Bereits ein für den Unabhängigkeitstag geplanter Besuch der US-Vertreter wurde aufgrund verstärkter Angriffe verschoben. Nun steht die Kiew-Reise erneut auf wackeligen Beinen.
