Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt herrscht Unsicherheit über die Folgen eines Wahlerfolgs der AfD für die Wirtschaft. Bundeskanzler Friedrich Merz warnte, dass ein AfD-geführtes Land internationalen Investoren kaum Anreize bieten dürfte, was Arbeitsplätze und Investitionen gefährden könnte.

Unternehmer Karl Gerhold, CEO eines Energiekonzerns mit tausenden Stellen, sieht in der AfD eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort wegen ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Fachkräften aus dem Ausland und ihrem völkischen Gedankengut. Im Gegensatz dazu äußert Thomas Kowalski, ein Handwerksunternehmer, Verständnis für Unzufriedenheit mit etablierten Parteien und zeigt sich offen für eine Wahl der AfD, kritisiert jedoch auch einzelne Programmpunkte.

Beide Unternehmer sind sich einig, dass Sachsen-Anhalt grundsätzlich Potenzial hat, sich positiv zu entwickeln, wenn die Politik stabile und verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Themen wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz, hohe Entsorgungskosten und die finanzielle Belastung durch öffentliche Ausgaben sind für Unternehmer wichtige Herausforderungen.

Die Bedeutung einer funktionierenden Sicherheitsarchitektur in Europa und die Notwendigkeit von Investitionen werden ebenfalls hervorgehoben. Während Gerhold vor einer AfD-Regierung warnt und deren negativen Einfluss betont, plädiert Kowalski für eine offenere Debattenkultur und mehr Wertschätzung der Unternehmerperspektive in der Politik.