Thomas de Maizière, ehemaliger Bundesinnenminister und CDU-Politiker, äußerte sich im Gespräch mit Caren Miosga zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Er betrachtet die AfD nicht nur als Protestpartei, sondern als „Partei der Hoffnung“, die bei einem Teil der Wähler die Erwartung weckt, Deutschland solle sich von globalen Herausforderungen abkoppeln.
Dies verglich er mit Positionen rechter Politiker wie Marine Le Pen in Frankreich. De Maizière warnte vor einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD und prognostizierte einen Machtwechsel unter deren Führung, da die kleineren Parteien bereit seien, mit der AfD zusammenzuarbeiten.
Er bezeichnete das als „Machtübernahme auf Samtpfoten“ und sieht darin eine taktische Strategie der AfD, um ihr Image zu verbessern und politische Gegner als Spalter darzustellen. Gleichzeitig wies er jede Vorstellung zurück, die CDU könne mit der AfD kooperieren, und warnte vor Abweichlern innerhalb der eigenen Partei.
Der ehemalige Minister betonte, dass der zukünftige politische Wettbewerb in Deutschland komplexer und konfliktgeladener werde, da grundlegende Werte wie Freiheit und Verantwortungsbewusstsein in der Welt neu definiert werden müssten. Er forderte mehr inhaltliche Diskussion statt vereinfachter Parolen und sprach sich für eine zuversichtlichere Haltung in der Politik aus.
