In Moskau trafen sich der russische Präsident Wladimir Putin und die US-Unterhändler Jared Kushner sowie Steve Witkoff zu Gesprächen im Kreml. Aufgrund des Besuchs ordnete Russland einen dreitägigen Stopp der Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew an.
Die ukrainische Seite erklärte sich bereit, für diese Zeit den russischen Luftraum nicht zu gefährden. Putin bezeichnete die anstehenden Verhandlungen als schwierig, zeigte sich aber positiv gestimmt gegenüber den US-Gesandten, deren Vertrauen Russland inzwischen gewonnen habe.
Kushner und Witkoff, die seit 2025 für die US-Regierung Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges führen, hatten zuvor mehrfach Moskau besucht, aber Kiew bislang nicht betreten. Am Samstag wurden die US-Vertreter auf dem Moskauer Rollfeld von Präsidentenberater Kirill Dmitrijew empfangen.
Vor dem Treffen im Kreml fand ein gemeinsames Mittagessen statt. Der Besuch reiht sich ein in eine Reihe hochrangiger US-Reisen nach Moskau, zuletzt war CIA-Direktor John Ratcliffe im August zugegen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, den Luftraum für die Verhandlungen freizuhalten, forderte allerdings eine entsprechende Reaktion Russlands. Trotz des vereinbarten Angriffsstops griff Russland in der Nacht vor dem Treffen zwei Kiewer Flughäfen an.
Der Kreml machte deutlich, dass die russischen Forderungen trotz der Gespräche unverändert bleiben: Die Ukraine soll auf einen NATO-Beitritt verzichten und die von Moskau beanspruchten ukrainischen Gebiete vollständig abtreten, auch jene, die derzeit nicht unter russischer Kontrolle stehen.
