Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lässt vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt offen, ob er tatsächlich Ministerpräsident werden will. Trotz erwarteter Mehrheit äußerte er Bedenken, dass eine knappe Mehrheit nicht ausreiche.
Er befürchtet nicht nur krankheitsbedingte Ausfälle, sondern auch eigene Abtrünnige, die seine Wahl blockieren könnten. Innerhalb der AfD gibt es Spannungen, insbesondere zwischen erfahrenen Mitgliedern und jüngeren Aufsteigern wie dem wegen verschiedener Vorwürfe kontrovers diskutierten Phillipp-Anders Rau.
Zudem wurde kritisiert, dass Siegmund es versäumt habe, Konflikte mit Gegnern innerhalb der Fraktion zu klären, darunter ehemalige Abgeordnete und umstrittene Kandidaten. Für eine sichere Amtsübernahme benötigt Siegmund vermutlich deutlich mehr als eine einfache Mehrheit im Landtag.
Auch parteiinterne Postenverteilungen sorgen bereits für weitere Spannungen in der Fraktion.
