Unions-Zoff um ein Prestigeprojekt: CSU kontert CDU-Angriff auf die Mütterrente Zwischen CDU und CSU gibt es Streit um die Mütterrente München – In der Union ist der Zoff um die Mütterrente neu aufgeflammt! Aus der CDU kam ein Angriff auf das CSU-Prestigeprojekt.

Der EU-Abgeordnete und Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU (CDA), Dennis Radtke (47), forderte in BILD am Sonntag das Aus. Nun reagiert die CSU – mit einer Knallhart-Ansage!

CSU-General Martin Huber (48) zu BILD: „Die Mütterrente wieder abzuschaffen, wäre unsozial und ungerecht. Wie ein Vorsitzender des Sozialflügels der CDU sie infrage stellen kann, ist für mich unverständlich.

Für die CSU ist klar: Die Mütterrente kommt.“ Das Projekt sei „eine Frage der Gerechtigkeit und Wertschätzung“, so Huber weiter. Fast 10 Millionen Frauen in Deutschland würden davon profitieren.

Martin Huber (l.) und sein Parteichef Markus Söder

Radtke hatte gesagt, Deutschland gebe „fünf Milliarden Euro aus für die Mütterrente, die bei denen, die es wirklich brauchen, gar nicht ankommen. Das halte ich für nur schwer vermittelbar.“ Radtkes Gegenvorschlag: „Die fünf Milliarden können für den eigentlich selbstverständlichen Ausgleich der kalten Progression verwendet werden.

Und auch, um nach der Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 eine Härtefallregelung für besonders betroffene Berufsgruppen zu finanzieren.“ Die Mütterrente, so Radtke, nütze denen, „die niedrige Renten haben, nicht, da diese mit der Grundsicherung im Alter verrechnet werden“. Söders Bekenntnis zu Friedrich Merz

Doch neue Konflikte kann sich die Union derzeit kaum leisten.

CSU-Chef Markus Söder (59) hat deshalb seine Unterstützung für Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) bekräftigt. Natürlich werde über Personen und Parteien geredet, sagte CSU-Chef Söder im Interview mit BILD am Sonntag mit Blick auf das schlechte Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Auf die Frage, ob es einen Kanzlersturz geben werde, antwortete der CSU-Chef: „Von der CSU auf keinen Fall.“

Ob Merz noch der richtige Mann ist, um eine Regierung zu führen, die Reformen in Deutschland voranbringen will? „Ja, er steht zu den Reformen.“ Merz wisse, dass „man an einigen Stellen sowohl die Arbeit als auch die eigene Kommunikation optimieren kann“, betonte der bayerische Ministerpräsident.

Es sei ein schwerer Durchhänger, vielleicht der schwerste, den man sich vorstellen könne – „aber kein Grund zum Aufgeben“. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel?

Hier können Sie uns schreiben.Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.