Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit starken Verlusten für die CDU und einem Stimmenanteil von 43,8 Prozent für die AfD äußerte sich CSU-Vorsitzender Markus Söder kritisch über die politischen Auswirkungen. Er bezeichnete das Ergebnis als „größtmöglichen Denkzettel“ auch für die Bundesregierung in Berlin, an der seine Partei selbst beteiligt ist.
Söder betonte, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt kein normales Votum sei, sondern deutlich eine Ablehnung der derzeitigen Politik ausdrücke. Er rechnet damit, dass die AfD versuchen wird, eine Regierung zu bilden, und warnte gleichzeitig vor dem Versuch, eine Koalition ohne ausreichende Mehrheit zu erzwingen.
Er mahnte zur Akzeptanz demokratischer Prozesse, auch wenn das Ergebnis unerwünscht erscheine. Allerdings schloss Söder eine Kooperation mit der AfD kategorisch aus und plädierte stattdessen dafür, die AfD inhaltlich herauszufordern.
Er vertritt die Ansicht, dass die Partei kein tragfähiges Konzept habe und das Land durch sie in Schwierigkeiten geraten würde. Unterstützend äußerte sich auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt.
Er sprach von einem politischen Erdbeben und wies darauf hin, dass Ängste und Frustration der Bevölkerung die Wahlergebnisse erklärten. Für ihn ist klar, dass Reformen und Entlastungen, insbesondere für Handwerk und Selbständige, notwendig sind, um die Herausforderungen, etwa bei den Energiekosten, zu bewältigen.
