Der Autor Harald Martenstein sieht in der Wahlniederlage der CDU in Sachsen-Anhalt keine gewöhnliche Niederlage, sondern einen möglichen historischen Wendepunkt. Er betont, dass dieser Erfolg der AfD den Beginn ihrer Rolle als Regierungspartei markieren könnte und möglicherweise das Ende der bisher schützenden Brandmauer für die CDU signalisiert.

Martenstein lobt den Ministerpräsidenten Sven Schulze dafür, dass er als Verlierer Größe bewiesen und dem AfD-Wahlsieger gratuliert habe, im Gegensatz zu schärferen Reaktionen anderer Politiker. Gleichzeitig stellt er fest, dass nicht allein Schulze für das Ergebnis verantwortlich sei, sondern verschiedene Faktoren zusammenkamen.

Laut Martenstein spiegelt das Wahlergebnis den Wunsch vieler Wähler wider, ein Deutschland gemäß den Vorstellungen Gerhard Schröders mit kontrollierter Migration, starker Wirtschaft und sicherer Infrastruktur zu erhalten. Wegen der Abgrenzungspolitik der CDU, die eine solche Entwicklung verhindert, setzen immer mehr Menschen ihre Hoffnungen auf die AfD.

Ob diese Erwartungen berechtigt sind, bleibe abzuwarten. Abschließend unterstreicht Martenstein, dass die demokratischen Prozesse respektiert werden müssen, ungeachtet der politischen Veränderungen.