Außenminister Johann Wadephul wies die von Russlands Außenminister Sergej Lawrow geäußerten Kriegsdrohungen gegen Deutschland als Propaganda zurück und betonte, Russland sei für die Drohnenangriffe am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Wadephul sieht in Lawrows Aussagen ein Zeichen der russischen Verzweiflung angesichts des andauernden Krieges in der Ukraine.
Der CDU-Politiker forderte die ukrainische Regierung auf, bei Beschaffungen stärker die deutsche Verteidigungsindustrie einzubeziehen, um die Unterstützung Deutschlands nachvollziehbar zu machen. Zudem unterstützte er den Vorschlag, wehrfähige ukrainische Männer, die sich in Deutschland aufhalten, zur Rückkehr in die Ukraine zu ermuntern, ohne Zwang auszuüben.
Eine solche Rückkehr könnte nach Wadephuls Ansicht durch Daten aus Deutschland erleichtert werden. Kritik übte er auch an der SPD Baden-Württemberg, die einen Kurswechsel in der Ukraine-Politik verlangte, und unterstrich, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die bisherige Linie unterstützt.
Abschließend betonte Wadephul, dass Deutschland an einer Beendigung des Konflikts interessiert sei und Gespräche mit Russland möglich seien, solange diese ernsthaft auf eine Lösung abzielen. Er begrüßte zudem diplomatische Initiativen zwischen der Ukraine und Russland, etwa in Bezug auf Getreidetransporte und eine mögliche Waffenruhe im Schwarzen Meer, als potenzielle erste Schritte zur Deeskalation.
