In Albanien haben sich die Proteste gegen ein milliardenschweres Bauprojekt des Schwiegersohns von Donald Trump, Jared Kushner, zugespitzt. Die Demonstranten, die sich ursprünglich gegen die geplante Bebauung an der Adriaküste wandten, griffen die Polizei am Dienstagabend mit Eiern und Tomaten an, als diese versuchte, den Zugang zum Parlament zu verhindern.

Die Polizei schützte Abgeordnete auf ihrem Weg zum und vom Parlament, während mehrere Protestierende festgehalten wurden. Das umstrittene Projekt umfasst ein Resort auf der Insel Sazan sowie eine Entwicklung nahe der Narta-Lagune, einem bisher geschützten Feuchtgebiet, in dem unter anderem Flamingos leben.

Kritiker befürchten erhebliche Umweltschäden und eine Einschränkung des öffentlichen Zugangs zum Meer. Aufgrund der Bedrohung für die Flamingos wird der Protest auch "Flamingo-Revolution" genannt.

Die Demonstrationen dauern nun seit über 100 Tagen an und haben sich von Umweltanliegen auf eine allgemeinere Kritik an der Politik des Ministerpräsidenten Edi Rama ausgeweitet, der das Vorhaben befürwortet. Viele Protestierende fordern tiefgreifende Veränderungen und eine bessere Zukunft für Albanien angesichts zunehmender sozialer Herausforderungen und des fehlenden Zuhörens der Regierung.