Nach der Wahlniederlage der CDU in Sachsen-Anhalt wächst der interne Druck auf Parteichef Friedrich Merz. Kritik kommt besonders aus den Landesverbänden Sachsens und Mecklenburg-Vorpommerns, wo Rücktrittsforderungen laut werden.
Auch CDU-Landesvize Tino Schomann fordert den Rückzug Merz' mit der Begründung, dieser schüre Ängste und verhindere Lösungen. Trotz dieser Debatten betont CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann, dass Merz an der Parteispitze bleibt und keine Personalwechsel geplant sind.
Merz selbst hatte nach der Wahl eingeräumt, dass es im Wahlkampf nicht gelungen sei, emotionalen Zugang zur Bevölkerung herzustellen. Intern gibt es außerdem Kritik an seiner Strategie, die CDU zu stark an die SPD zu binden, und an der unzureichenden Umsetzung von Versprechen, etwa bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.
Hoppermann bekräftigt jedoch, dass die Koalition an ihrem Vertrag festhält und Merz persönlich sich verbessern müsse, um die Wähler wieder besser zu erreichen.
