Nach dem tödlichen Angriff in einem Mutter-Kind-Heim in Stade im Juni hat der niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, seinen Rücktritt angekündigt. Kurku begründete dies damit, die Aufgaben des Amtes nicht mehr angemessen erfüllen zu können.
Anlass ist, dass seine Schwiegermutter den Fluchtwagen des Täters fuhr, der sechs Menschen erschoss. Das Fahrzeug wurde von der Polizei gestoppt, die Schwiegermutter hingegen blieb bisher aufgrund mangelnder Beweise auf freiem Fuß.
Anschuldigungen aus rechten Medien, Kurku persönlich mit der Tat in Verbindung zu bringen, konnten nicht belegt werden. Ministerpräsident Olaf Lies lobte Kurdus Engagement und appellierte gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien und Bedrohungen gegenüber dem Politiker.
Tätermotivation war offenbar Rache, da dem Schützen nach Misshandlung seiner Tochter das Sorgerecht entzogen wurde. Gegen die Schwiegermutter und die Kindesmutter laufen weiterhin Ermittlungen.
