Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke deutlich jede Zusammenarbeit mit der AfD zurückgewiesen. Er betonte, die AfD entspreche nicht der christdemokratischen DNA und stehe für eine antieuropäische, prorussische und antiamerikanische Haltung.

Eine Kooperation mit der Partei sei für die CDU ein Zerstörungsfaktor. Radtke bezeichnete die AfD als „Scheinriesen“, der zwar Debatten bestimme, aber nicht mit seiner eigenen Partei verbunden sei.

Zudem kritisierte Radtke eigene Versäumnisse der CDU und der Regierungskoalition bezüglich steigender Energiekosten, Mieten und Lebensmittelpreise, die viele Menschen vor finanzielle Herausforderungen stellten. Diese Entwicklung trage seiner Ansicht nach zur Zunahme der AfD-Wähler bei.

Er forderte, den Fokus stärker darauf zu legen, Lösungen zur Verbesserung der Lage der Bürger zu finden, um negative Trends zu stoppen. Auf eine frühere Äußerung von ihm zur illegalen Migration, die für Kritik sorgte, ging Radtke ebenfalls ein.

Er stellte klar, dass er keiner Verharmlosung das Wort rede und betonte die Bedeutung rechtsstaatlicher Mittel bei der Abschiebung illegaler Migranten. Abschließend appellierte er, Probleme realistisch zu benennen und konstruktive Veränderungen voranzutreiben, um wieder mehr gesellschaftliche „PS auf die Straße zu bringen“.