Nach einem umfangreichen Cyberangriff auf das IT-Netz des Landes Berlin ist weiterhin ungeklärt, wie viele Bürger von dem Datenleck betroffen sind. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bestätigte, dass rund 1,2 Millionen Dateien mit einem Volumen von etwa 5,6 Terabyte von den Angreifern entwendet und im Darknet veröffentlicht wurden.

Das Wiederherstellen und Auswerten der Daten verläuft nur langsam. Die Berliner Verwaltung kann derzeit nicht ausschließen, dass personenbezogene Daten unter den gestohlenen Informationen sind.

Eine spezielle Informationsstelle für Betroffene soll eingerichtet werden. Ermittler verschiedener Behörden, darunter LKA, BKA, Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), arbeiten gemeinsam an der Untersuchung des Vorfalls.

Wegner betonte, dass Berlin kein Lösegeld gezahlt habe und sich nicht erpressen lasse. Die Sicherheit der militärischen Infrastruktur Deutschlands sei durch den Angriff nicht gefährdet.

Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Täter weiterhin Zugang zum Landesnetz hätten. Die geplanten Wahlen in Berlin sollen wie geplant stattfinden.

Seit Mitte August wurden keine weiteren Aktivitäten der Hacker festgestellt. Schritte zur Verbesserung der Cybersicherheit, einschließlich zusätzlicher Ressourcen und umfassender IT-Forensik, sollen künftig ähnliche Attacken verhindern oder schneller abwehren.