Die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigen, dass finanzielle Ängste für viele Wähler die entscheidende Rolle spielten. Laut einer Umfrage von infratest dimap bestätigten 89 Prozent der AfD-Wähler, dass sie sich große Sorgen über steigende Preise und die Bezahlung ihrer Rechnungen machen.

Nur leicht darüber lag der Anteil derjenigen, die Sorge über die Anzahl fremder Menschen in Deutschland äußerten (91 Prozent). Die Inflation und steigende Preise bei Energie, Lebensmitteln und anderen Gütern verunsichern 70 Prozent aller Befragten, die um ihre finanzielle Stabilität fürchten.

Besonders die Wähler mit einer als „schlecht“ bewerteten finanziellen Situation bevorzugten die AfD (65 Prozent). CDU und Linke erhielten in dieser Gruppe jeweils nur acht Prozent der Stimmen.

Bei der Einschätzung politischer Kompetenz lagen die AfD in mehreren Bereichen vor der CDU, etwa bei Kriminalitätsbekämpfung (40 zu 23 Prozent), Asylpolitik (38 zu 16 Prozent) und sozialer Gerechtigkeit (29 zu 12 Prozent). Auch in Fragen der Wirtschaft, Energieversorgung und Arbeitsplätze schnitt die AfD besser ab.

Ein Großteil der ehemaligen CDU-Anhänger kritisierte, dass die Partei in der Bundesregierung zu wenig für die Senkung von Steuern und Abgaben sowie die Interessen von Arbeitnehmern getan habe. Die SPD erreichte mit 9,3 Prozent der Stimmen vor allem die Positionierung gegen einen AfD-Ministerpräsidenten – finanzielle Themen spielten für ihre Wähler kaum eine Rolle.

Die Grünen warben eher mit Umwelt- und Klimathemen, während für die AfD-Wähler Sicherheit, Zuwanderung und soziale Sicherheit im Vordergrund standen.