Nach Angaben der Bundesregierung deutet vieles darauf hin, dass Russland hinter dem Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle steht. Am 5.

August wurde eine mit rund 600 Gramm Sprengstoff ausgestattete Drohne entdeckt, die eine ukrainische Frachtmaschine hätte angreifen sollen. Der Zünder versagte jedoch.

Eine weitere Drohne wurde später im Saalekreis sichergestellt. Zudem fanden Ermittler in der Nähe des Flughafens eine technische Vorrichtung zur Steuerung von Drohnen.

Sicherheitskreise vermuten, dass ein russischer Geheimdienst die Attacke beauftragt hat. Die Bundesregierung plant, die Öffentlichkeit mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul über die Ermittlungsergebnisse zu informieren.

Die Konsequenzen gegen Russland sollen in enger Abstimmung mit europäischen Partnern erfolgen und könnten verstärkte diplomatische Maßnahmen sowie Sanktionen beinhalten. Auch weitere Verbindungen zu ähnlichen Vorfällen in Europa, insbesondere Rumänien, werden untersucht.

Nachrichtendienstliche Ermittlungen laufen sowohl national als auch international fort.