Beim G20-Finanzministertreffen in Asheville, North Carolina, sorgte die Teilnahme des russischen Finanzministers Anton Siluanow für Unmut bei Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil. Trotz der offiziellen Einladung durch die US-Regierung lehnte Klingbeil es ab, an dem traditionellen Gruppenfoto mit Siluanow teilzunehmen.
Hintergrund ist der Drohnenangriff in Leipzig, für den Russland von der Bundesregierung verantwortlich gemacht wird. Klingbeil kritisierte die US-Entscheidung, Siluanow als normalen Gast zu empfangen, angesichts der aktuellen Angriffe Russlands auf die Ukraine scharf.
Er bezog klar Stellung gegen eine Normalisierung der Beziehungen und forderte die europäische Delegation auf, ebenfalls auf ein gemeinsames Foto mit dem russischen Minister zu verzichten. Nach Regierungsaussagen wurde der Druck auf die US-Organisatoren so intensiv, dass Siluanow letztlich nicht am Gruppenfoto teilnahm.
Während der Veranstaltung sprach Klingbeil den russischen Minister direkt an und forderte ein Ende des Krieges. Parallel kam es zu Spannungen mit der US-Regierung wegen der verweigerten Akkreditierung mehrerer Journalisten.
Die deutsche Regierung intervenierte erfolgreich, damit wenigstens ein Reporter der „New York Times“ und ein deutscher Journalist teilnehmen konnten, während anderen internationalen Pressevertretern der Zugang verwehrt blieb.
