Die amerikanische Tankstellenkette „Freedom Fuel Network“, die im Sommer mit besonders günstigen Benzinpreisen von 3,47 Dollar pro Gallone zahlreiche Kunden anzog, steht aktuell im Verdacht, betrogen zu haben. Eine Klage des Ölkonzerns Mansfield Oil wirft dem Treibstoff-Lieferanten KRSM vor, zwischen Mai und Juli etwa 4,2 Millionen Liter Benzin und Diesel geliefert, aber nicht bezahlt zu haben.
Der Gesamtschaden wird auf knapp vier Millionen Dollar geschätzt. Ein Teil des Kraftstoffs sei an Freedom Fuel-Tankstellen verkauft worden, die zuvor von Donald Trump öffentlich gelobt worden waren.
Trump hatte den Preis symbolisch an seine Präsidentschaft angelehnt und die Kette als „klugen Händler“ gefeiert. Der Kläger Mansfield erklärt, die extrem niedrigen Spritpreise seien nur durch die ausbleibenden Zahlungen an KRSM möglich geworden.
Eine verspätete Rechnungsstellung und die danach verweigerte Bankzahlung hätten zu dem offenen Betrag geführt. KRSM sieht die Angelegenheit als Streit über fehlerhafte Rechnungen und weist die Betrugsvorwürfe zurück.
Die Freedom Fuel-Kette bestreitet jegliche Verbindung zu den Vorwürfen. Auch das Weiße Haus erklärt, keine Geschäftsbeziehungen zu KRSM zu unterhalten.
Während der Vorwürfe hat der Fall die Diskussion über Billig-Sprit und mögliche Misswirtschaft aufgedeckt.
