In der kirgisischen Hauptstadt Bischkek versammelten sich führende Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ). Das Bündnis, das offiziell regionale Stabilität und Terrorismusbekämpfung anstrebt, wird von China und Russland angeführt.
Unter den Teilnehmern befinden sich unter anderem Irans Präsident Massud Peseschkian, Weißrusslands Machthaber Alexander Lukaschenko und der russische Präsident Wladimir Putin. Auffällig ist die Teilnahme des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dessen Land als Nato-Mitglied eigentlich der westlichen Allianz angehört.
Bei dem Treffen suchte Erdogan offenbar den Dialog mit Putin und tauschte sich auch mit Lukaschenko aus. Seine Teilnahme in der Funktion eines Beobachters spiegelt Erdogans außenpolitische Strategie wider, die Verbindungen sowohl zum Westen als auch zu antiwestlichen Staaten offenhält.
Während die Türkei die Ukraine militärisch unterstützt, pflegt sie weiterhin wirtschaftliche Interessen mit Russland. Erdogan hofft durch die Zusammenarbeit in der SOZ unter anderem auf Investitionen zur Stabilisierung der angespannten wirtschaftlichen Lage in der Türkei.
