Zwischen dem 7. und 12.
August kam es in zwei Berliner Senatsverwaltungen, Verkehr sowie Stadtentwicklung, zu einem schweren Hackerangriff. Dabei wurden rund 1,4 Millionen Daten entwendet, darunter sensible Informationen wie Krisenpläne und Mitarbeiterkontodaten.
Die Attacke blieb mehrere Tage unentdeckt, und die betroffenen Behörden waren zeitweise vom Internet abgeschnitten. Die betroffenen Verwaltungen gehören nicht zum Schutzbereich des landeseigenen IT-Dienstleisters, was Sicherheitslücken offenbar begünstigte.
Offizielle Informationen gab es erst am 17. August, nachdem das Presseamt nach einem Wochenende des Schweigens eine mutmaßliche Belastung des Landesnetzes bestätigte.
Zunächst wurde von keinem Abfluss sensibler personenbezogener Daten ausgegangen. Erst Ende August räumte der Senat ein, dass ein Datenabfluss nicht ausgeschlossen werden kann.
Die Datendiebe boten die Informationen später öffentlich zu einem Mindestgebot von rund zwei Millionen Euro an. Bis Anfang September blieb unklar, ob das Netz noch infiltriert ist.
Betroffene wurden lediglich dazu aufgefordert, Anzeigen bei der Polizei zu erstatten. Zahlreiche Kritik an der späten und unzureichenden Reaktion wächst, auch Rücktrittsforderungen wurden laut.
Die Behörden versuchen weiterhin, das Ausmaß des Schaden zu klären und betroffene Personen zu informieren.
