Die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat bei der geplanten Rentenreform weiteren Gesprächsbedarf angemeldet. Obwohl Union und SPD Ende Juni angekündigt hatten, die Vorschläge der Rentenkommission vollständig umzusetzen, betrachtet Bas den Kommissionsbeschluss nicht als endgültige politische Einigung.

Sie fordert neue Verhandlungen insbesondere zu Aspekten wie der Behandlung von langjährig Beschäftigten, der Erwerbsminderungs- und Berufsunfähigkeitsrente sowie der geplanten Reform bei Minijobs. Die Kommission schlägt vor, Minijobs abzuschaffen und Sozialabgaben einzuführen, was von Unternehmen kritisch gesehen wird.

Die Äußerungen der Arbeitsministerin stoßen innerhalb der Union auf Kritik, da der Koalitionsausschuss bereits vor der Sommerpause beschlossen hatte, alle Empfehlungen umzusetzen. Der Konflikt zeigt die Schwierigkeiten innerhalb der Koalition bei der Umsetzung der Rentenpolitik.