Die AfD feiert einen historischen Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 44 Prozent der Stimmen. Parteichefin Alice Weidel betrachtet dies als klaren Regierungsauftrag und signalisiert den Anspruch auf eine Beteiligung an der Regierung.
Sie betont zudem die Absicht der Partei, bei bevorstehenden Wahlen weiterhin einen Politikwechsel durchzusetzen. Im Gegensatz dazu zeigt sich der Wahlsieger und Landeschef Ulrich Siegmund vorsichtiger.
Er ist bereit zu regieren, wenn dies ohne Verzicht auf zentrale Wahlversprechen und unter der Bedingung möglich ist, dass potenzielle Koalitionspartner die AfD-Positionen zu innerer Sicherheit und Migration vollständig übernehmen. Siegmund betont, nur dann werde er eine Kandidatur zum Ministerpräsidenten anstreben.
Sollten sich keine tragfähigen Mehrheiten finden, schließt er Neuwahlen nicht aus und sieht darin sogar eine Möglichkeit, den Stimmenanteil weiter zu erhöhen. Die CDU, bisher mit Ministerpräsident Sven Schulze vertreten, musste nach der Wahl erhebliche Verluste hinnehmen und erreichte nur noch 17 Prozent.
Eine Regierungsmehrheit könnte sich neben der AfD auch mit Unterstützung anderer Fraktionen, wie dem BSW, ergeben. Ob es zu einer Koalition kommt, bleibt jedoch offen.
