Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit deutlichem Vorsprung gewonnen und wurde zur stärksten Partei im neuen Landtag. Nach ersten Hochrechnungen der ARD erreichte die AfD rund 44,5 Prozent der Stimmen und verzeichnete damit ein Plus von 24 Punkten.
Die CDU schnitt mit etwa 18 Prozent deutlich schwächer ab als zuvor. Weitere Parteien wie Linke, SPD und Grüne kamen auf etwa neun beziehungsweise acht Prozent.
Während die Grünen und die neugegründete BSW Zugewinne verzeichneten, mussten die meisten anderen Parteien Verluste hinnehmen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) akzeptierte das Ergebnis als demokratische Entscheidung und beglückwünschte die AfD zum Wahlsieg.
Er warnte jedoch vor einer dramatischen Bewertung des Wahltags und betonte die hohe Wahlbeteiligung als Zeichen der Bürger. Schulze will Koalitionsdiskussionen erst nach genauer Analyse des Ergebnisses führen und distanzierte sich von Spekulationen über eine Zusammenarbeit mit der AfD.
SPD-Chefin Bärbel Bas schloss Gespräche mit der AfD kategorisch aus, da diese als rechtsextremistisch eingestuft werde. Unionsfraktionschef Thorsten Frei lehnte eine Debatte über den CDU-Vorsitzenden als Reaktion auf die Wahlniederlage ab.
FDP-Vize Wolfgang Kubicki wertete das Ergebnis als kritische Rückmeldung zur Politik der Bundesregierung. Insgesamt steht die CDU nach der Wahl vor erheblichen Herausforderungen, während die AfD als klare Siegerin hervortritt.
