In Sachsen-Anhalt zeichnen sich bei der Landtagswahl hohe Wahlbeteiligung und eine Führung der AfD ab. Laut der letzten Umfrage von Insa erreicht die Partei unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund 43 Prozent der Stimmen, gefolgt von der CDU mit 22 Prozent.

Die AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft und könnte erstmals mit Siegmund einen Ministerpräsidenten stellen. Die CDU, SPD, Die Linke und Grüne lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD ab.

Die SPD liegt bei etwa 7 Prozent, Die Linke bei 12 Prozent, während die Grünen und die neue Partei BSW um die 5-Prozent-Hürde kämpfen, was entscheidend für die Mehrheitsbildung ist. Das BSW steht im innerparteilichen Machtkampf und wäre als einzige Partei offen für eine Kooperation mit der AfD, während die Grünen zuletzt mit Kontroversen um die Vergangenheit des Ehemanns ihrer Spitzenkandidatin konfrontiert waren.

Scheitert sowohl BSW als auch Grüne am Einzug, könnte die AfD eine absolute Mehrheit erreichen. Ein Einzug nur der Grünen würde ein Bündnis ohne AfD ermöglichen.

Die FDP gilt mit rund 3 Prozent als nicht mehr im Landtag vertreten. Das Ergebnis bestimmt, ob Ministerpräsident Sven Schulze weiterregiert oder die AfD in Sachsen-Anhalt übernehmen kann.