Polizei spricht von Überdosis im Fall Presley Gerber (†27): Wer schmuggelte die Drogen in die Luxus-Entzugsklinik? Presley Gerber (†27), hier auf einer Instagram-Aufnahme mit Joint im Mund, starb am Sonntag in einer Luxus-Entzugsklinik in Santa Monica.

Er hatte in den letzten Jahren oft und offen über seine Süchte gesprochen

Santa Monica (USA) – Der Tod von Presley Gerber (†27) wirft immer mehr Fragen auf. Der Sohn von Supermodel Cindy Crawford (60) starb am Sonntagmorgen in einer Luxus-Entzugsklinik in Santa Monica.

Jetzt verdichten sich die Hinweise: Die Polizei ermittelt wegen einer mutmaßlichen Überdosis und konzentriert sich auf eine entscheidende Frage: Woher kamen die Drogen? Nach Informationen von „TMZ“ haben Ermittler mehrere Bewohner der sündhaft teuren Luxus-Einrichtung „Resolutions Living“ befragt.

Die Beamten wollen herausfinden, ob Gerber die Substanzen verschrieben bekam oder ob sie von außen in die angeblich streng kontrollierte Anlage geschmuggelt wurden. Auch Kontakte zu Freunden und möglichen Dealern sollen geprüft werden.

Verdächtige gibt es bislang nicht. Die Polizei betont weiterhin, dass derzeit keine Hinweise auf Fremdverschulden vorliegen.

Die Luxus-Einrichtung „Resolutions Living“ besteht aus mehreren Wohngebäuden. Laut Website besteht das Klinik-Team aus zertifizierten Beratern, Ärzten, Psychiatern, Psychologen, Therapeuten, Yogalehrern, einem Akupunkteur und einem Hypnotherapeuten

Wie konnte ein Mann, der sich in einer Einrichtung für Suchtkranke befand, an Mittel gelangen, die ihn womöglich das Leben kosteten?

Richard Taite, Gründer einer ähnlichen Einrichtung, sagte zu „Page Six“, dass professionelle Betreuung „niemanden medizinisch unbesiegbar macht“: „Eine Sucht kann mit ernsthaften medizinischen Risiken verbunden sein: Entzugserscheinungen, Vorerkrankungen, Wechselwirkungen zwischen Medikamenten, das Risiko einer Überdosierung und Komplikationen durch den Konsum mehrerer Substanzen.“

Gerber lebte in einer Art WG mit anderen Patienten

Die angeblich rund 7,7 Millionen US-Dollar teure Immobilie verfügt zudem über mehrere Wohngebäude und soll laut BILD-Infos nicht so gut gesichert und überwacht gewesen sein, wie es den Anschein macht. Fremde Personen hätten sich also Zutritt verschaffen können.

Wohlhabende Patienten wohnen auf dem „Resolutions Living“-Anwesen in Unterkünften mit vergleichsweise viel Freiheit und Privatsphäre. So sollen Suchterkrankte Schritt für Schritt zurück in den Alltag finden.

Laut Medienberichten lebte Promi-Sohn Gerber in einem separaten Haus mit anderen Patienten. Genau dort setzen nun die Ermittlungen an.

Dieses Foto zeigt Presley Gerber bei seinem letzten öffentlichen Auftritt. Im Mai lächelt er neben seiner Schwester Kaia (25) bei einem Event in Los Angeles

Presley Gerber: Das geht aus dem Notruf hervor

Beamte wollen rekonstruieren, wer in den letzten Stunden vor Presleys Tod Zugang zu ihm hatte und wie mögliche Drogen in die Klinik gelangen konnten.

Zudem sollen toxikologische Untersuchungen klären, welche Substanzen genau sich im Körper des 27-Jährigen befanden. Presley hatte in den vergangenen Jahren offen über seine Drogensucht, Depressionen und zahlreiche Entzüge gesprochen.

Mitarbeiter der Klinik fanden ihn am Sonntagmorgen leblos vor. Um 9.35 Uhr Ortszeit ging laut „Page Six“ der Notruf wegen einer möglichen Überdosis ein.

Zehn Minuten später wurde der 27-Jährige von Rettungskräften für tot erklärt. Presley hinterlässt neben Schwester Kaia seine Eltern, Unternehmer Rande Gerber (64) und Supermodel Cindy Crawford (60).

Die Familie war sehr eng, alle unterstützten Presley bei seinem Kampf gegen Süchte, Ängste und innere Dämonen

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