König Harald V. von Norwegen, der seit 1991 das Land regierte, ist mit 89 Jahren verstorben.
Am zwölften Tag nach seinem Tod findet in Oslo seine Beisetzung statt, bei der zahlreiche Königsfamilien und Staatsgäste aus aller Welt erwartet werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertritt Deutschland bei dem Staatsakt.
Um die Trauerfeier sicher zu gestalten, läuft die größte Polizeiaktion in der Geschichte Norwegens. Die Innenstadt von Oslo ist seit dem Morgen komplett für den Verkehr gesperrt und wird nur an etwa zehn Kontrollpunkten zugänglich gemacht.
Rund 1900 Soldaten sichern den Trauerzug, der vom Schloss zum Dom führt. Die Polizei hat Besucher aufgefordert, keine Fahrräder, Regenschirme oder gefährlichen Gegenstände mitzubringen.
Großbildschirme vor Ort ermöglichen der Bevölkerung die Verfolgung der Zeremonie. Neben dem norwegischen Königshaus nehmen zahlreiche Angehörige, darunter die Enkelkinder, entsprechend traditioneller Rangordnung teil.
Aus den USA liegt bislang keine offizielle Gästeliste vor. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist unter den Trauergästen.
König Harald wurde von seinen Mitbürgern für seine Herzlichkeit, Empathie und seinen Humor geschätzt, was sich in zahlreichen Erinnerungen widerspiegelt. Auch schwedische Sicherheitskräfte unterstützen mit Sprengstoffspürhunden, da Norwegen für die historische Beisetzung zu wenige ausgebildete Tiere besitzt.
Der Staatsakt zeigt ein vereintes Land, das Abschied von einem beliebten Monarchen nimmt.
