Friedlicher Zweitliga-Knaller: Dynamo-Fans protestieren gegen den DFB Protest gegen den DFB im Dresdner K-Block Nach den Ausschreitungen in der Vorsaison stand die Partie zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC extrem im Fokus. Aber diesmal zeigten sich die Fans von ihrer besten Seite.

Die 29.000 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion verhielten sich absolut vorbildlich. Die Anhänger der Gastgeber trieben ihr Team akustisch 90 Minuten lang an, sorgten für Top-Stimmung und Gänsehaut-Atmosphäre.

Trotz der bitteren Heimpleite gab es auch nach dem Abpfiff kein böses Blut. Auch auf Pyrotechnik wurde komplett verzichtet.

Kein Bengalo, kein Nebeltopf, kein Böller. Das dürfte auch die Dynamo-Bosse sehr erfreut haben.

Schließlich hatte der Verein Klage gegen das Randale-Urteil des DFB eingereicht. Bedeutet: Es wird – voraussichtlich im Herbst – ein Schiedsverfahren geben, in dem der Fall und die damit verbundenen Sanktionen neu verhandelt werden.

Fallen die Fans bis dahin nicht negativ auf, könnte sich das möglicherweise positiv auf die Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichts auswirken. Aus Berlin waren nur rund 700 Anhänger angereist, auch sie fielen im Gästeblock nicht negativ auf.

Die aktive Fanszene der Hertha fehlte diesmal in Dresden, hatte zum Boykott des Spiels aufgerufen. Sie protestierte damit gegen die DFB-Entscheidung, dass in dieser Saison nur jeweils die Hälfte der den beiden Vereinen zustehenden Gästekarten verkauft werden dürfen.

Im vergangenen April musste die Polizei beim Duell beider Teams in Dresden einschreiten

Einen Seitenhieb Richtung DFB konnten sich die Ultras von Dynamo Dresden dann doch nicht verkneifen. Sie zogen im K-Block ein großes, durchgestrichenes DFB-Logo auf und entrollten dazu ein Spruchband, auf dem stand: „Krawallspiel zur besten Sendezeit?

Stimmt das Geld, steht ihr bereit!“ Gemünzt war das auf die nicht unumstrittene Tatsache, das Spiel Samstagabend zur Primetime bundesweit im Free-TV zu zeigen und bei Ausschreitungen auch finanziell entsprechend hart zu sanktionieren. Selbst wenn die zeitgenauen Ansetzungen schlussendlich von der Bundesliga (früher DFL) unter Berücksichtigung der Wünsche der TV-Anstalten festgelegt werden.

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