Nach Seitenhieb vom Boss gegen Titz: Hannover lässt Wagner vorm TV jubeln Die Hannover-Profis konnten gegen Bochum ihren zweiten Saison-Dreier in der 2. Bundesliga bejubeln Bei Hannover startete der neue Trainer auf der Couch. Am Samstag verkündete BILD exklusiv, dass sich 96 mit Trainer Sandro Wagner (38) geeinigt hat und der Ex-Augsburger Nachfolger des gefeuerten Christian Titz (55) wird.

Beim Zweitliga-2:1 gegen Bochum saß Wagner (Vertrag bis 2028) aber nicht auf der Bank. Er war noch nicht mal im Stadion.

Wagner verfolgte die Begegnung vom Fernseher aus und überließ Interimstrainer Lars Barlemann (36/seit dieser Saison U23-Coach) die Verantwortung. Der ließ Leo Weinkauf im Kasten, setzte dafür im Sturm im Gegensatz zu Titz von Beginn an auf Benjamin Källman.

Die Treffer besorgten aber andere, nämlich Stefan Teitur Thordarson (24.) und Marcel Hartel (43.). Für Bochum traf Tom Meyer (77.).

Hannovers zweiter Saisonsieg im sechsten Spiel bedeutet Platz 10.

Hannover 96 lässt Wagner vorm TV jubeln

Am Montag übernimmt dann Wagner und wird um 15 Uhr sein erstes Training bei 96 leiten. Sport-Boss Jonas Boldt (44) sagte bei Sky: „Sandro bringt sehr, sehr viel Energie mit und brennt für diese Aufgabe.

Er hat sich sehr mit sich selbst beschäftigt seit der Station in Augsburg.“ Das frühe Scheitern beim Bundesligisten (nur fünf Monate Amtszeit) half Hannover, einen Trainer wie Wagner überhaupt bekommen zu können. Boldt: „Wir werden keinen fertigen Trainer und keine fertigen Spieler hierher bekommen.

Für was steht Hannover 96? Ich sage mal plakativ: für Personalentwicklung.

Das wollen wir hier vorantreiben.“

Sandro Wagner (38) wird sich am Montag erstmals den Hannover-Fans beim Training zeigen

Einen Seitenhieb gab es von Boldt für Ex-Trainer Titz: „Wir wollen weiterhin Fußball spielen, aktiv sein und intensiv spielen. Das hat ja schon ganz gut gepasst.

Aber ich glaube, dass der Führungsstil ein anderer ist und dass du die Jungs natürlich erreichen musst, was vielleicht zuletzt bei Christian ein Stück weit verloren gegangen ist.“ Und weiter: „Da ist Sandro Wagner vielleicht ein Stück weit näher dran, von seinem Wesen her. Er polarisiert natürlich auch, das ist klar.

Aber ich glaube, er weiß genau, was er tut. Die Gespräche haben gezeigt, dass er sich mit Hannover, mit der Mannschaft und auch mit sich selbst auseinandergesetzt hat.“

Ab Montag kann er zeigen, was er draufhat.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren?

Dann schreiben Sie uns gerne!