Preußen wieder nicht zu Null: „Schlappwehr“ macht Wörle Sorgen Warten auf sein Comeback! Preußens Kapitän und Abwehrchef Niko Koulis will bis zum Duell mit Erz-Rivale Essen wieder fit sein Nicht nur spielerisch versprühte der Auftritt von Drittligist Münster bei biederen Mannheimern wenig Glanz.

Auch taktisch ging er bei der 0:2-Pleite am Waldhof früh in die Hose. Eigentlich war vorgesehen, die Abwehr samt Dreierkette durch eine vorgelagerte, defensive Doppelsechs mit Philipp Maier (32) und Rico Preißinger (30) weiter zu verdichten.

Um dann bei Ballgewinn die Hausherren mit schnellen Tempo-Gegenstößen zu überspielen. So weit die Theorie.

Praktisch war der Plan jedoch schon nach neun Minuten mit dem ersten Gegentreffer durch Julian Rieckmann (26), der ungehindert aus dem Rückraum abziehen konnte, durchkreuzt... Preußen wieder nicht zu Null.

„Schlappwehr“ macht Wörle Sorgen! Bislang gab's sieben Liga-Spiele – und jedes Mal zappelte die Kugel mindestens einmal im Netz der „Schwarz-Weiß-Grünen“.

Eine Tatsache, die Chefcoach Thomas Wörle (44) zu denken gibt. „Das habe ich so auch noch nie erlebt,“ resümierte er am Sonntagabend frustriert nach dem Abpfiff und kündigte an „da müssen wir schnell Lösungen finden.“

Abwehr-Routinier Niko Koulis (r.) ist für Preußen-Trainer Thomas Wörle einer seiner wichtigsten Leistungsträger

Eine davon soll die Rückkehr von Niko Koulis (27) sein.

Der kampfstarke Innenverteidiger hatte sich Anfang September beim Heim-2:1 gegen den TSV Havelse eine Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel zugezogen. Ist seitdem raus.

In seinem Fehlen sieht Wörle einen der Gründe für die Instabilität vor dem eigenen Kasten: „Seine Erfahrung fehlt. Wir haben Niko vor der Saison ja nicht umsonst zum Kapitän und Abwehrchef ernannt.“

Umso besser, dass aktuell eine dreiwöchige Länderspielpause ansteht.

Und die Preußen das nächste Mal erst am 9. Oktober (19 Uhr/live bei Magenta Sport) unter Flutlicht zum Duell der Erz-Rivalen gegen Rot-Weiss Essen ranmüssen. Dann wieder mit Koulis?

„Ich hoffe,“ so der Pechvogel zu BILD, „hundertprozentig sicher kann man sich bei muskulären Problemen dieser Art allerdings nie sein.“ So verläuft seine Reha zwar absolut im Rahmen – und dennoch hat's zwischendurch schon einen kleinen Rückschlag gegeben. „Aber nix Wildes,“ beteuert Koulis, „auch mein klares Ziel ist es, gegen Essen zurück im Kader zu sein.“

´War mit dem Auftritt und Defensiv-Verhakten seiner Mannschaft beim Waldhof-0:2 nicht zufrieden: Preußens Chefcoach Thomas Wörle

Dafür ackert er weiterhin jeden Tag mehrere Stunden mit den Physios.

Was bedeutet, dass für ihn die freie Woche, die Wörle seiner Truppe ab Dienstag gönnt, flachfällt. „Klar ist das ärgerlich,“ findet der ehrgeizige Preußen-Profi, „doch ich weiß genau, wofür ich es tue.“ Und mit einem Augenzwinkern fügt Koulis hinzu, „ich brauche auch nicht in den Urlaub zu fahren.

Schließlich lebe ich ja im schönen Münster...“

Wie schnelllebig gerade der Fußball sein kann, hat der gebürtige Berliner bereits am eigenen Körper erfahren. So spielte er im Vorjahr unter Ex-Coach Alexander Ende (47) kaum eine Rolle.

War fast nur Bankdrücker, ehe er gegen Ende der Saison von „Feuerwehr-Trainer“ Alois Schwartz (57) in den letzten sieben Partien wieder ausgegraben und zur Stammkraft wurde. Den Zweitliga-Abstieg konnte aber auch Koulis nicht mehr verhindern.

Trotzdem verlängerte er in diesem Sommer seinen Vertrag an der Hammer Straße ohne zu zögern, um beim Umbruch und Neuaufbau der „Adler-Truppe“ voranzugehen. Jetzt muss er dafür nur noch wieder fit werden.

Und zwar möglichst schnell... Gestatten, Louis Kolbe!

Münsters Neuzugang war jetzt zu Gast im Podcast ¡Preußen Privat“. Ein interessanter Typ...

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