Klartext von Rost – BILD-Kolumne: Wenn Werder DAS noch schafft, dann ... Werder-Kapitän Marco Friedl (28/l.) im Zweikampf mit Kölns Thijs Dallinga (26) Er ist eine Torwart-Legende.

Jeweils 203 Pflichtspiele machte Frank Rost (52) für Werder und den HSV, wurde mit den Bremern Meister und zweimal Pokalsieger. Die BILD-Kolumne – Klartext von Rost!

Ich möchte mir nicht selbst auf die Schulter klopfen, aber: So wie ich es prognostiziert habe, ist es eingetreten. Funktioniert Niclas Füllkrug, hat Werder wenig Sorgen!

Ich freue mich sehr, dass er es allen noch einmal zeigt. Für mich ist und bleibt er der wichtigste Werder-Spieler.

Gemeinsam mit Eren Dinkci und Marco Grüll hat Werder wieder eine Offensive, die Torgefahr verspricht. Diese Spieler brauchen wenig Chancen, um ein Tor zu erzielen.

Das hat Werder in der vergangenen Saison gefehlt und den Klub in große Abstiegsnot gebracht. Wenn Werder Bremen DAS noch schafft, dann ...

Trotzdem muss ich den Finger in die Wunde legen. Werder ist mir weiterhin defensiv nicht stabil genug.

Sie schaffen es einfach nicht, zu null zu spielen. Dadurch muss Werder immer mindestens zwei Tore schießen, um zu gewinnen.

Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Auch das Gegentor in der letzten Minute gegen Leipzig ärgert mich.

So etwas darf nicht passieren. Dabei sind die meisten Gegentreffer vermeidbar und entstehen durch Konzentrationsfehler.

Ich lege mich daher fest: Schafft Werder es, diese Fehler schnell abzustellen und auch mal ein paar Spiele eine weiße Weste zu wahren, hat der Verein nichts mit dem Abstieg zu tun. Ich würde übrigens die Pleite gegen Freiburg nicht zu hoch hängen.

So bitter es auch ist: Freiburg spielt mittlerweile in einer anderen Liga als Werder. Ich bin darüber hinaus gespannt, wie Werder den bitteren Ausfall von Jens Stage auffängt.

So ärgerlich die Verletzung auch ist: Es ist jetzt die Chance für andere, sich in den Vordergrund zu spielen. Vor allem auch junge Spieler müssen sich jetzt zeigen.

Frank Rost spricht in seiner BILD-Kolumne über Werder Bremen

Mit Augsburg wartet nun ein sehr unangenehmer Gegner. Wenn Werder nur einen Punkt holt, wäre das schon ein Erfolg.

Größere Sorgen mache ich mir hingegen um meinen anderen Ex-Klub HSV. Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist immer schwierig, und so gut, wie sie gemacht worden sind, habe ich sie nicht gesehen.

Ich glaube, dass vor dem HSV ein sehr schwieriges Jahr liegt. Aktuell bin ich der festen Überzeugung, dass Werder am Ende vor den Hamburgern landet.

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